15 Januar 2019

Herman Wouk: Die Caine war ihr Schicksal

Das Buch ist so mitreißend geschrieben, dass es in meiner Familie von Hand zu Hand ging und lange Familiengespräch war, bevor ich als der Jüngste eine Chance hatte, darin zu lesen. Ständig wurden Situationen aus dem Buch beschrieben, die ich nicht in einen Kontext bringen konnte. In meiner Erinnerung von vor ca. 60 Jahren ist für mich die Formulierung "Und wie er am Steuer stand" in Erinnerung, die schon damals dafür stand, dass alle wussten, wovon die Rede war und sich über die Wertung dieser so bedeutsamen, grotesken Situation austauschten, während ich nur "Bahnhof verstand".

Heute ist mir das Buch wieder in die Hände gefallen. Eine Passage vor dem Auftreten des Commander Queeg, das das Zentrum des Buches ausmacht, fesselte mich so, dass ich beschloss, mir noch einmal einen Eindruck von dem Buch (1951 auf englisch veröffentlicht, 1955 auf Deutsch) zu verschaffen. Ich war wieder sofort hineingezogen und musste dann freilich feststellen, dass es 60 Seiten über das Ende der Gerichtsverhandlung hinaus geschrieben war, die ich als Ende des Buches in Erinnerung hatte.
Diese 60 Seiten habe ich nur überflogen, sie machten mir wieder keinen Eindruck, der Sog war mit dem Urteilsspruch verschwunden. Auch wenn ich die Feier nach dem Freispruch des Ersten Offiziers noch mit Erstaunen zur Kenntnis nahm, weil sie mit der Ehrenrettung des von mir "verdammten" Commander Queeg durch den Anwalt schloss, der ihn im Kreuzverhör dazu gebracht hatte, sich völlig unglaubwürdig zu machen.

Für mich das bleibende Beispiel für ein alle Familienmitglieder fesselnden Buches, obwohl wir später andere Bücher weit mehr schätzten und weit öfter und intensiver lasen.
Interessanterweise gibt es keinen deutschen Wikipediaartikel dazu.

Für die, die mehr über den Inhalt des Buches erfahren wollen, hier das Link zu dem Wikipediaartikel zu The Caine Mutiny.

Achtung Spoiler:
Hier ein paar Hinweise, wie es Wouk gelingt, die wesentlichen Episoden der Handlung zweimal zu erzählen und doch die Spannung aufrechtzuerhalten:
Seinen Anwalt, einen Columbo avant la lettre, schildert er als unscheinbar, aber raffiniert. Die Vorausdeutung, dass er eine völlig ungewöhnliche Verteidigungsstrategie wählen werde, und der Unterschied zwischen Kompensation von Defiziten einer Persönlichkeit und Verarbeitung von früheren Konflikten (nach der Freudschen Theorie) ermöglicht es Wouk, die Leser zu fesseln, obwohl sie ziemlich sicher sind, dass der Verteidiger sich durchsetzen wird.
Nach der Auflösung dieser Spannung fehlt dem Rest des Romans der Zug nach vorne.
Die Aufdeckung, dass der Offizier als Amateurschriftsteller in gefährlichen Situationen scheitert, der junge Offizier aber, der zunächst eine laxe Dienstauffassung hatte, sich bewährt, hinterließen mir als jugendlichem Leser keinen Eindruck mehr.
Inzwischen habe ich meinen Lektürebericht aus dem Jahr 1959 in meinem Lesetagebuch gefunden. Er schildert die Handlung bis zum Schluss. Die Liebeshandlung, die für einen Erwachsenen die Restspannung aufrechterhalten sollte, wird erwähnt, machte aber offenkundig keinen bleibenden Eindruck.

Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Ein großartiges Buch.
Es behandelt nicht die Geschichte der Bienen. Bienen haben keine Geschichte. Wenigstens keine Geschichte wie wir Menschen.
Schon eher behandelt es die Geschichte der Menschen, die mit Bienen zusammen leben.
Aber im Grunde handelt der Roman davon, dass wir Menschen einander nicht verstehen, oft nicht einmal uns selbst; und dass manche Menschen andere besser verstehen als diese sich selbst.
Manchmal sind es Psychologen, manchmal sehr empathische Menschen, des öfteren Schriftsteller, die helfen können, Wege zur Überwindung solcher Hemmungen auf dem Wege zum Selbstverständnis zu bahnen.

Diese etwas pathetischen Worte möchte ich voranstellen, um deutlich zu machen, dass der Roman nicht nur "einfach wunderschön" ist und einem "noch lange im Kopf herumsummen" wird, wie es die Verlagswerbung verkündet.
Entgegen meinem Eindruck auf den ersten Seiten ist es ein sehr lesenswerter Roman.
Nach erstem Einlesen durchaus eingängig, dabei durchaus nicht oberflächlich und - ganz nebenbei auch informativ über Bienen, Bienenhaltung und die Auswirkungen von Gewinnmaximierung auf unsere Umwelt, nicht nur durch Glyphosat und im Bereich des Insektensterbens.

Falsch liegt die Verlagsankündigung mit dem Satz "sobald man das Buch aufgeschlagen hat, weiß man, warum "Die Geschichte der Bienen" bereits in 30 Länder verkauft wurde und eine Verfilmung vorbereitet wird". Ich warne vor der Leseprobe, die den Roman unter Wert verkauft. 
Für mein Empfinden trifft der NDR es besser.
Hier eine große Anzahl von Leserrezensionen, die zusammen genommen ein wohl zureichend differenziertes Bild ergeben. 

Was die Aussage, der Schluss sei zu leicht vorherzusehen, betrifft, so habe ich auf S.300 natürlich auch eine Vermutung zum Ausgang der tao*-Handlung. Aber - aus meiner Sicht zum Glück - handelt es sich ja nicht um einen Kriminalroman, bei dem der Reiz in der Verrätselung liegt, außerdem bin ich durchaus noch an der Ausgestaltung dieses Schlusses interessiert, auch wenn für mich bisher die Zukunftshandlung am flachsten ausgeprägt erscheint. Das Bestäuben ist zwar ein verstörend-groteskes Bild am Anfang, aber es erschwert die Einfühlung in diese Zukunftswelt.
Was mir an der tao-Handlung reizvoll erscheint, ist die dominierende Rolle der Frau, die aber gleichzeitig aufgrund ihres "Geburtsrechtes" eine bevorzugte Beziehung zum Kind beansprucht (zumindest bis S.300).

*Eine Kurzerläuterung zu tao ist "ein ewiges Wirk- oder Schöpfungsprinzip, das für den Ursprung der Einheit und Dualität und damit für die Entstehung der Welt" (Wikipedia)

07 Januar 2019

Holger Höcke: Kriemhild und ihre Brüder

Waren schon im Nibelungenlied Siegfried, Kriemhild und Hagen die stärksten Gestalten, so geraten bei Holger Höcke Gunther und Gernot geradezu zur Karikatur. 
Gunther ein Schlappschwanz erster Güte, Gernot ein Trunkenbold, der so gar nichts Höfisches an sich hat, was ihn im Nibelungenlied doch so vom tölpelhaften Siegfried abhob. 
Da passt die Passage, wo Brünhild Gunther zusammenbindet und an einen Nagel hängt, herrlich ins Bild, während Germanisten die betreffende Passage im Nibelungenlied als Stilbruch zur Spielmannsepik hin kritisieren:

Er rang nach ihrer Minne / und zerrauft' ihr Kleid.
Da griff nach einem Gürtel / die herrliche Maid,
Einer starken Borte, / die sie um sich trug:
Da tat sie dem König / großen Leides genug.

Die Füß und die Hände / sie ihm zusammenband,
Zu einem Nagel trug sie ihn / und hing ihn an die Wand.
Als er im Schlaf sie störte, / sein Minnen sie verbot,
Von ihrer Stärke hätt' er / beinahe gewonnen den Tod.

Doch möchte ich nicht missverstanden werden. auch wenn diese Darstellung nichts von der Sprachmacht und der ironischen Brechung von Thomas Manns "Erwählten" hat, so gelingt der Darstellung doch über weite Strecken eine anregende Reibung mit dem Text des mittelhochdeutschen Epos. Peinlichkeiten bleiben nicht ganz aus, aber auch das Nibelungenlied ist ja durchaus nicht durchweg auf dem Niveau, wo man menschliche Tragik durch das höfische Gewand hindurch spürt.
Freilich erst die Kenntnis der Atmosphäre des Nibelungenliedes lässt mich die teil so schroffe Gegenüberstellung genießen. Siegfrieds Wolfsgebiss, seine Reptilienhaut passen schließlich weder zum höfischen noch zum heutigen Schönheitsideal.

Michelle Obama: Becoming

Zunächst die Besprechung im Spiegel (13.11.18), halbwegs vielversprechend.

Dann ein paar Zitate aus dem englischen Original:

"Barack [...] is the sort of person who needs a hole, a closed-off little warren where he can read and write undisturbed." (S.181)

"It turns out that even two committed go-getters with a deep love and a robust work ethic can't will themselves into being pregnant. Fertility is not something you conquer. [...] Seeing women and their children walking happily along a street, I'd feel a pang of longing followed by a bruising wallop of ineadequacy." (S.187)

"If I were to start a file on things nobody tells you about until yo're in the thick of them, I might begin with miscarriages. 
A miscarriage is lonely, painful and demoralizing almost on a cellular level. When you have one, you will likely mistake it for a personal failure, which it is not. Or a tragedy, which, regardless of how utterly devastating it feels in the moment, it also is not.
What nobody tells you is thar miscarriage happens all the time, to more women you'd ever guess, given the relative silence around it." (M. Obama: Becoming, S.188)

Einiges hatte ich schon der Biographie von Liza Mundy entnommen. Dort finden sich auch schon Kurzanmerkungen, die auch zur Autobiographie passen. 
Was Wunder, wenn zu der dortigen Mitteilung, dass Obama Angst habe, Michelle könne ihn verlassen, hier Michelles Mitteilung kommt, ihre Mutter habe jeden Frühling einmal daran gedacht, ihren Mann zu verlassen. Und das aus einer Ehe, die so stabil war und bei Eltern, die Michelle so viel Halt und Selbstvertrauen gaben, dass sie alle Handicaps (Arbeiterkind, Frau, schwarz) überwand.

Mehr wird kommen, aber dauern. Ich lese mal wieder mehrere Bücher nebeneinander, und was mehr ist, ich möchte auch die meisten davon vorstellen, obwohl ich gegenwärtig in ein ganz anderes Geschäft eingebunden bin.

30 Dezember 2018

Fontanegedenken zu seinem 200. Geburtstag 2019

Gedenkveranstaltungen: www.fontane-200.de
Veranstaltungen in Berlin: www.visitberlin.de/de/event/fontane200autor
Eine Fülle von Anregungen gibt es im Kulturradio von rbb:
https://www.kulturradio.de/programm/literatur/fontane/
(unter anderem eine Karte zu 100 Fontaneorten mit kurzen Erklärungen, dann 21 Kurzsendungen zu biographischen Orten Fontanes, z.B. zu Hankels Ablage und vieles andere mehr).
Fontanes Wanderungen: www.fontanes-wanderungen.de (vielfältige Texte von Robert Rath)
Fontanes Notizbücher: www.uni-goettingen.de/de/303691.html
die längsten einmaligen Wörter in Fontanes Romanen

Weitere Links zu Fontane:

Fontanearchiv
Fontanearchiv Bestände: http://www.fontanearchiv.de/bestaende/archiv.html 

Fontane-Dokumente sollen ins Internet kommen, heise 2.1.15

Werke: 
Informationen zu Werk und Leben:


23 Dezember 2018

Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag

"Von dem Kostüm der beiden Passagiere sei überdies so viel bemerkt. Mit Schonung für die neuen, im Koffer eingepackten Staatsgewänder war der Anzug des Gemahls bescheidentlich von Frau Konstanzen ausgewählt; zu der gestickten Weste von etwas verschossenem Blau sein gewohnter brauner Überrock mit einer Reihe großer und dergestalt fassonierter Knöpfe, daß eine Lage rötliches Rauschgold durch ihr sternartiges Gewebe schimmerte, schwarzseidene Beinkleider, Strümpfe und auf den Schuhen vergoldete Schnallen. Seit einer halben Stunde hat er wegen der für diesen Monat außerordentlichen Hitze sich des Rocks entledigt und sitzt, vergnüglich plaudernd, barhaupt, in Hemdärmeln da. Madame Mozart trägt ein bequemes Reisehabit, hellgrün und weiß gestreift; halb aufgebunden fällt der Überfluß ihrer schönen lichtbraunen Locken auf Schultern und Nacken herunter; sie waren zeit ihres Lebens noch niemals von Puder entstellt, während der starke, in einen Zopf gefaßte Haarwuchs ihres Gemahls für heute nur nachlässiger als gewöhnlich damit versehen ist. Man war eine sanft ansteigende Höhe zwischen fruchtbaren Feldern, welche hie und da die ausgedehnte Waldung unterbrachen, gemachsam hinauf und jetzt am Waldsaum angekommen. »Durch wieviel Wälder«, sagte Mozart, »sind wir nicht heute, gestern und ehegestern schon passiert! - Ich dachte nichts dabei, geschweige daß mir eingefallen wäre, den Fuß hineinzusetzen. Wir steigen einmal aus da, Herzenskind, und holen von den blauen Glocken, die dort so hübsch im Schatten stehn. Deine Tiere, Schwager, mögen ein bißchen verschnaufen.« Indem sie sich beide erhoben, kam ein kleines Unheil an den Tag, welches dem Meister einen Zank zuzog. Durch seine Achtlosigkeit war ein Flakon mit kostbarem Riechwasser aufgegangen und hatte seinen Inhalt unvermerkt in die Kleider und Polster ergossen. »Ich hätt es denken können«, klagte sie; »es duftete schon lang so stark. O weh, ein volles Fläschchen echte Rosée d'Aurore rein ausgeleert! Ich sparte sie wie Gold.« - »Ei, Närrchen«, gab er ihr zum Trost zurück, »begreife doch, auf solche Weise ganz allein war uns dein Götter-Riechschnaps etwas nütze. Erst saß man in einem Backofen, und all dein Gefächel half nichts, bald aber schien der ganze Wagen gleichsam ausgekühlt; du schriebst es den paar Tropfen zu, die ich mir auf den Jabot goß; wir waren neu belebt, und das Gespräch floß munter fort, statt daß wir sonst die Köpfe hätten hängen lassen wie die Hämmel auf des Fleischers Karren, und diese Wohltat wird uns auf dem ganzen Weg begleiten. Jetzt aber laß uns doch einmal zwei wienerische Nosn recht expreß hier in die grüne Wildnis stecken!« Sie stiegen Arm in Arm über den Graben an der Straße und sofort tiefer in die Tannendunkelheit hinein, die, sehr bald bis zur Finsternis verdichtet, nur hin und wieder von einem Streifen Sonne auf sammetnem Moosboden grell durchbrochen ward. [...]
»Und geht es nicht mit allem so? O pfui, ich darf nicht daran denken, was man verpaßt, verschiebt und hängen läßt! - von Pflichten gegen Gott und Menschen nicht zu reden - ich sage, von purem Genuß, von den kleinen unschuldigen Freuden, die einem jeden täglich vor den Füßen liegen.« Madame Mozart konnte oder wollte von der Richtung, die sein leichtbewegliches Gefühl hier mehr und mehr nahm, auf keine Weise ablenken, und leider konnte sie ihm nur von ganzem Herzen recht geben, indem er mit steigendem Eifer fortfuhr: »Ward ich denn je nur meiner Kinder ein volles Stündchen froh? Wie halb ist das bei mir und immer en passant! Die Buben einmal rittlings auf das Knie gesetzt, mich zwei Minuten mit ihnen durchs Zimmer gejagt, und damit basta, wieder abgeschüttelt! Es denkt mir nicht, daß wir uns auf dem Lande zusammen einen schönen Tag gemacht hätten, an Ostern oder Pfingsten, in einem Garten oder Wäldel, auf der Wiese, wir unter uns allein, bei Kinderscherz und Blumenspiel, um selber einmal wieder Kind zu werden. Allmittelst geht und rennt und saust das Leben hin - Herr Gott! bedenkt mans recht, es möcht einem der Angstschweiß ausbrechen!« Mit der soeben ausgesprochenen Selbstanklage war unerwartet ein sehr ernsthaftes Gespräch in aller Traulichkeit und Güte zwischen beiden eröffnet. Wir teilen dasselbe nicht ausführlich mit und werfen lieber einen allgemeinen Blick auf die Verhältnisse, die teils ausdrücklich und unmittelbar den Stoff, teils auch nur den bewußten Hintergrund der Unterredung ausmachten. Hier drängt sich uns voraus die schmerzliche Betrachtung auf, daß dieser feurige, für jeden Reiz der Welt und für das Höchste, was dem ahnenden Gemüt erreichbar ist, unglaublich empfängliche Mensch, soviel er auch in seiner kurzen Spanne Zeit erlebt, genossen und aus sich hervorgebracht, ein stetiges und rein befriedigtes Gefühl seiner selbst doch lebenslang entbehrte. Wer die Ursachen dieser Erscheinung nicht etwa tiefer suchen will, als sie vermutlich liegen, wird sie zunächst einfach in jenen, wie es scheint, unüberwindlich eingewohnten Schwächen finden, die wir so gern und nicht ganz ohne Grund mit alle dem, was an Mozart der Gegenstand unserer Bewunderung ist, in eine Art notwendiger Verbindung bringen. Des Mannes Bedürfnisse waren sehr vielfach, seine Neigung zumal für gesellige Freuden außerordentlich groß. Von den vornehmsten Häusern der Stadt als unvergleichliches Talent gewürdigt und gesucht, verschmähte er Einladungen zu Festen, Zirkeln und Partien selten oder nie. Dabei tat er der eigenen Gastfreundschaft innerhalb seiner näheren Kreise gleichfalls genug. [...]
Genießend oder schaffend kannte Mozart gleichwertig Maß und Ziel. Ein Teil der Nacht war stets der Komposition gewidmet. Morgens früh, oft lange noch im Bett, ward ausgearbeitet. Dann machte er von zehn Uhr an, zu Fuß oder im Wagen abgeholt, die Runde seiner Lektionen, die in der Regel noch einige Nachmittagsstunden wegnahmen. "Wir plagen uns wohl auch rechtschaffen", so schreibt er selber einmal einem Gönner, "und es hält öfter schwer, nicht die Geduld zu verlieren. Da halst man sich als wohlakkreditierter Cembalist und Musiklehrmeister ein Dutzend Schüler auf, und immer wieder einen neuen, unangesehn, was weiter an ihm ist, wenn er nur seinen Taler per marca bezahlt. Ein jeder ungrische Schnurrbart vom Geniekorps ist willkommen, den der Satan plagt, für nichts und wieder nichts Generalbaß und Kontrapunkt zu studieren: das übermütigste Komteßchen, das mich wie Meister Coquerel, den Haarkräusler, mit einem roten Kopf empfängt, wenn ich einmal nicht auf den Glockenschlag bei ihr anklopfe usw." [...]"
(Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag)

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