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https://www.sandammeer.at/
Vorstellung von norberto42 am 22. Mai 2026 |
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"Ich singe so schön wie dir Sirenen und bin auch so bös wie sie." (Hesse al 5-Jähriger)
Der Weg nach Innen Ein Lebensbericht über Hesse (Film)
Hesse Lebensstationen
Ich starte mit der 2. Seite, um jeweils 2 Seiten auf einem Foto zu erfassen, Doch teile ich vorher kurz mit: Der Text richtet sich an Doosie mit der Begründung, dass die Anrede you im Deutschen Du oder Sie bedeuten kann. Da der Verfasser einen männlichen Vornamen trägt, ist Doosie zwar eine ziemlich lautgerechte Wiedergabe von Du/Sie, erweckt aber zugleich den Eindruck, dass eine Sie, also eine weibliche Person, angesprochen wird und zwar, obwohl der Autor seine Leser nicht kennen kann, mit einem sehr vertrauten Du.
Mit solchen Sprach- und Wortspielen spielt der Autor im gesamten Text.
Werner Lansburgh: Dear Doosie ist ein humorvoller und herzerwärmender
Briefromandes deutschen Autors Werner Lansburgh (1912–1990). Das Buch
erschien erstmals 1967 und wurde zu einem Klassiker der deutschen Literatur,
der bis heute beliebt ist.
Der Roman besteht aus einer Sammlung von humorvollen, liebevollen und
manchmal etwas chaotischen Briefen, die der fiktive Autor Eduard “Doosie”
Meyer an seine Frau Doosie schreibt. Die Briefe sind voller Alltagsgeschichten,
persönlicher Gedanken, Missverständnisse und einer Prise Berliner
Schnauze. Lansburghs humorvolle und warmherzige Erzählweise macht
das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis.
Humorvoll und charmant: Die Briefe sind voller Wortspiele,
absurder Situationen und einer typisch deutschen, etwas
schrulligen Komik.
Alltagsnah: Die Geschichten spiegeln das Leben in den
1960er-Jahren wider, sind aber universell verständlich.
Herzerwärmend: Trotz des Humors steckt viel Zuneigung
und Liebe zwischen den Zeilen.
Das Buch ist immer noch erhältlich, z. B. als:
Zusatz: Eine Liebesgeschichte in Briefen. Auch eine Möglichkeit, sein Englisch spielend aufzufrischen. Nymphenburger, München 1977
Weiter geht es im Text des Buches
Ich habe das Buch von Härtling vor Jahrzehnte in der Hand gehabt. Wieviel ich davon gelesen habe, ist mir unklar. Was ich darüber gelesen habe, spricht mich an.
Dieter Wunderlich: Inhaltsangabe und Kritik
KI Gemini:
„Nachgetragene Liebe“ (erschienen 1980) gehört zu den bedeutendsten und persönlichsten Werken von Peter Härtling (1933–2017). Es handelt sich um ein tiefgreifendes autobiografisches Buch, in dem der Autor versucht, die schwierige und von Sprachlosigkeit geprägte Beziehung zu seinem Vater zu verarbeiten und nachträglich zu klären.
Hier ist eine kompakte Übersicht zu den wichtigsten Aspekten des Werks:
Der Kern der Erzählung dreht sich um die Kindheit des Ich-Erzählers (der unverkennbar Härtling selbst ist) während der „finstern Zeiten“ des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit.
Der Vater: Rudolf Härtling war Rechtsanwalt, ein distanzierter, oft schweigender Mann, der seine Strenge meist durch Entzug von Worten ausdrückte. Politisch stand er dem NS-Regime zwar kritisch gegenüber, verhielt sich aber weitgehend passiv.
Die Entfremdung: Der junge Peter flüchtet sich zeitweise in die Begeisterung des „Deutschen Jungvolks“ (Hitlerjugend), sehr zum Missfallen des Vaters, der jedoch unfähig ist, dem Sohn seine Beweggründe im Gespräch zu erklären.
Das Ende: Kurz nach dem Zusammenbruch des Regimes 1945 stirbt der Vater mit nur 39 Jahren in einem sowjetischen Gefangenenlager. Der Sohn ist zu diesem Zeitpunkt erst zwölf Jahre alt.
Das Wort „nachgetragen“ hat im Deutschen eine Doppelbedeutung, die Härtling brillant nutzt:
Etwas nachtragen (Groll): Dem Vater die Härte, das Schweigen und die emotionale Kälte der Kindheitsjahre vorwerfen.
Etwas nach-tragen (Liebe): Dem Toten die Liebe hinterhertragen, die man ihm zu Lebzeiten nicht geben konnte oder wollte, weil man ihn nicht verstand.
Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren der „Väterliteratur“ der 1970er und 1980er Jahre (die oft brutal und anklagend mit der Tätergeneration abrechneten) wählt Härtling einen tastenden, suchenden Tonfall.
Die Perspektive: Der Erzähler schreibt das Buch aus einer Position heraus, in der er bereits älter ist, als sein Vater es je wurde.
Das Ziel: Es geht ihm nicht um Vergebung oder Beschönigung, sondern um das Verstehen. Er versucht zu begreifen, unter welchem Druck der Vater in dieser Epoche stand und warum er so unzugänglich wurde.
„Ich fange an, Deine Hand (noch) im Nacken, dich zu verstehen, zu lieben. [...] Du könntest mein jüngerer Bruder sein.“ — Peter Härtling, Nachgetragene Liebe
Mischung aus Prosa und Lyrik: Das Buch bricht stellenweise mit klassischen Romanstrukturen. Es gibt Passagen, die fast wie Gedichte formatiert sind (ohne Interpunktion, in kurzen Zeilen), um die Fragmentierung der Erinnerung und das Stockende des Denkprozesses zu verdeutlichen.
Direkte Ansprache: Der Autor wechselt oft in ein imaginäres Zwiegespräch und spricht den verstorbenen Vater direkt mit „Du“ an.
Nachgetragene Liebe ist ein berührendes Dokument der Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit auf einer ganz privaten, familiären Ebene. Es zeigt, dass Annäherung und Versöhnung mit den eigenen Eltern auch dann noch möglich (und manchmal bitter nötig) sind, wenn diese schon lange nicht mehr am Leben sind.
Der Augenblick der Liebe (Wikipedia)
"[...] Als Reiseerzählung und Liebesgeschichte im akademischen Milieu erinnert Der Augenblick der Liebe in vieler Hinsicht an den älteren Walserroman Brandung. Die künstlerische Innovation liegt vor allem in der Auseinandersetzung mit La Mettrie, die den Roman um philosophische Überlegungen bereichert. Es geht dabei vor allem um die Themen der Erziehung als Ausbildung zum Gefangenen und um das Erziehungs-Nebenprodukt Schuldgefühle. Die Interpretation Rick Hardys im Anschluss an den Vortrag – dessen Manuskript ist auf den Seiten 114–131 vollständig wiedergegeben – ist dabei die zentrale Stelle des Romans: Hardy beschuldigt Gottlieb, er wolle unter dem Vorwand, über La Mettrie und dessen These von der Lebensfeindlichkeit von Schuldgefühlen zu sprechen, den Deutschen einen „Freispruch erschwindeln“, wobei Hardy einen überraschenden Zusammenhang zur Erinnerung an den Holocaust herstellt. Die anschließende Reflexion Gottliebs wirkt wie eine späte Selbstverteidigung Walsers, der sich während der Diskussionen rund um seine Romane Ein springender Brunnen und insbesondere Tod eines Kritikers selbst Vorwürfen des latenten Antisemitismus ausgesetzt sah:
„La Mettrie behauptet, es gebe nichts Unmenschlicheres, nichts Lebensfeindlicheres als remords. Das würde natürlich auch für den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit gelten. Aber das hat er [Zürn] nicht gesagt. Er müßte dann nachweisen, daß es eine Schuld gibt ohne Schuldgefühle. Kein bisschen weglügen, nichts verkleinern, und trotzdem kein Schuldgefühl, keine remords. […] La Mettrie hatte keine Erfahrung mit dem Gedächtnis. Inzwischen wacht das Gedächtnis über das Gewissen. Ob das lebensfeindlich ist, ist dem Gedächtnis egal.“ [...]" (Wikipedia)
Bernd A. Laska: Warum ausgerechnet La Mettrie? Über den „eigentlichen Helden“ in Martin Walsers Roman Der Augenblick der Liebe. In: literaturkritik.de, Jg. 6, Nr. 10, Oktober 2004 (eine ausführliche sehr informative Information über La Mettrie und seine Rolle zwischen Aufklärung, Freud und Reich))
Hartmut Rosa: Situation und Konstellation. Vom Verschwinden des Spielraums
Klappentext: Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich verändert sich in der Gegenwartsgesellschaft der Charakter unseres Handelns. Insbesondere im Berufsleben, aber zunehmend auch in der Freizeit zeichnen uns Richtlinien und Formulare, Algorithmen und Apps die Wege zur Entscheidungsfindung minutiös vor. An die Stelle situationssensiblen Überlegens und Urteilens tritt die konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen, mit denen wir tagein, tagaus hantieren. "Stimme zu" / "Stimme nicht zu" - so werden Handelnde zu Vollziehenden. Diese Entwicklung, sosehr sie der Gerechtigkeit und Transparenz dienen mag, hat einen hohen Preis, den Hartmut Rosa beziffert. Denn wenn Ermessensspielräume verschwinden und die Kreativität menschlichen Handelns aus den alltäglichen Praxisvollzügen eliminiert wird, wächst das Gefühl der Ohnmacht. Und mit der Urteilskraft verkümmert die Handlungsenergie als solche. Doch wie können wir diesem individuellen und kollektiven Energieverlust der Gesellschaft entgegenwirken? Indem wir, so Rosa, die menschliche Handlungsfähigkeit stärken, und zwar auf allen Ebenen der sozialen Existenz.
Rezension: Bekannt geworden mit seiner Theorie der "Resonanz", warnt der Soziologe Hartmut Rosa nun vor dem Verschwinden des individuellen Spielraums in einer überregulierten Moderne, wie Rezensent Günter Kaindlstorfer erklärt. Die zentrale Diagnose lautet, dass Menschen immer häufiger von Handelnden zu "Vollziehenden" werden: vom Zugschaffner über die Ärztin bis zum Fußballschiedsrichter, der auf die "Millimeterentscheidung des Videoassistenten" warten muss. Leben bedeute jedoch "HANDELN", nicht das Abarbeiten von To-do-Listen, sonst drohten Erschöpfung und Entfremdung, so der Kritiker. Rosa erklärt auch den Erfolg von Populisten mit der Sehnsucht nach "Handlungsfähigkeit" und plädiert für die Rückeroberung von Ermessensspielräumen und für "Unverfügbarkeit".
Klassisches Beispiel für Handlungseinschränkung: Brandschutzverordnung: Sicherheit (S.90)
Schutz vor Korruption u. Rechtssicherheit
Versprechen der Moderne zum Handeln zu befreien (S.95)
neue Ohnmacht (S.97)
Verstehbarkeit u. Gestaltbarkeit (S.98)
Politik u. Wissenschaft als Beispiele für den inneren Widerspruch (S.98/99)
Kapitel 5: Macht u. Ohnmacht der Gesetzgebung (S.102ff.)
Derartige Rückeroberungen unserer Spielräume werden die kulturellen und strukturellen Steigerungs– und Optimierungszwänge, die mit einer auf dem Modus dynamischer Stabilisierung beruhenden, liberal-kapitalistischen Gesellschaft unaufhebbar verbunden und für die/Transformation unseres Handelns hauptverantwortlich sind, nicht einfach außer Kraft setzen. Aber sie können dazu beitragen, dass wir dereinst […] noch den nötigen Spielraum und die Handlungsfähigkeit haben werden, um etwas Neues entstehen zu lassen. (S. 219/220)
Bemerkenswert ist, dass Rosa als Möglichkeit für die Rückgewinnung menschlicher Spielräume das indische Jugaad und das brasilianische Jeitinho nennt; aber auch das Konzept des Ubuntu, das im deutschen Sprachraum schon länger als "Ich bin, weil du bist" verstanden wird, eine Gedanke, der von Martin Buber etwa so formuliert wurde: "Der Mensch erfährt sich als Mensch durch das Du seines Gegenüber. Ausführlich dargestellt ist das in seinem Werk "Ich und Du".
Die verschiedenen Sprachsektionen der Wikipedia sehen die Begriffe freilich mitnichten als gleichbedeutend an. Die englische Wikipedia kennt sowohl das indische Jugaad und das brasilianische Jeitinho und misst ihnen unterschiedliche Bedeutung zu. Die Ubuntu-Philosophie ist dagegen in 47 Sprachsektionen zu finden.
Zunächst fällt auf, dass sich tatsächlich auf fast allen großen Konfliktfeldern der Gegenwart eine geradezu übermächtige Tendenz erkennen lässt, im politischen Diskurs und sogar im politischen Handeln komplexe gesellschaftliche Situationen auf einfache konstellative Konfliktpunkte zu reduzieren. [...] Ein ganz ähnliches Bild zeigt sich im politischen Streit um die Migration, genauer: wie mit der so genannten Migrationskrise umzugehen sei. Auch hier steht die Gesellschaft – steht die Welt – vor einer komplexen, vielschichtigen und moralisch hochproblematischen Gemengelage, die zahlreiche Fragen aufwirft: Was treibt Menschen nach Europa? Was sind berechtigte Ansprüche? Wer kann sich geltend machen – wo und wie? Was ist ein menschlicher Umgang, mit denen, deren Ansprüche nicht berechtigt sind? Wie kann man – und soll man? – sicherstellen, dass diejenigen, denen das Recht aufs Asyl zu gewähren wäre, auch Gehör finden können? Was ist ein sicheres Drittland? Wohin darf man (welche) Menschen abschieben? Wann soll man sie nicht abschieben? Wie können diejenigen integriert werden, die hierbleiben (dürfen)? Welche Probleme im Umgang mit geflüchteten Menschen stellen sich für Kommunen, Schulen, Betriebe? – Und auch hier wurde und wird die unbedingt nötige Diskussion immer wieder auf einzelne konstellative Konfliktpunkte reduziert: Obergrenze, ja oder nein? Nach Afghanistan (oder Syrien, oder…) abschieben, ja oder nein? Asylverfahren außerhalb der EU, ja oder nein? (S. 103-105)
"Derartige Rückeroberungen unserer Spielräume werden die kulturellen und strukturellen Steigerungs– und Optimierungszwänge, die mit einer auf dem Modus dynamischer Stabilisierung beruhenden, liberal-kapitalistischen Gesellschaft unaufhebbar verbunden und für die/Transformation unseres Handelns hauptverantwortlich sind, nicht einfach außer Kraft setzen. Aber sie können dazu beitragen, dass wir dereinst […] noch den nötigen Spielraum und die Handlungsfähigkeit haben werden, um etwas Neues entstehen zu lassen." (S. 219/220)
Bemerkenswert ist, dass Rosa als Möglichkeit für die Rückgewinnung menschlicher Spielräume das indische Jugaad und das brasilianische Jeitinho nennt; aber auch das Konzept des Ubuntu, das im deutschen Sprachraum schon länger als "Ich bin, weil du bist" verstanden wird, ein Gedanke, der von Martin Buber etwa so formuliert wurde: "Der Mensch erfährt sich als Mensch durch das Du seines Gegenüber. Ausführlich dargestellt ist das in seinem Werk "Ich und Du".
Die verschiedenen Sprachsektionen der Wikipedia sehen die Begriffe freilich mitnichten als gleichbedeutend an. Die englische Wikipedia kennt sowohl das indische Jugaad und das brasilianische Jeitinho und misst ihnen unterschiedliche Bedeutung zu. Die Ubuntu-Philosophie ist dagegen in 47 Sprachsektionen zu finden.
Dies Buch fand sich bisher nur ziemlich versteckt bei meinen Lektüreanregungen. Es soll hier leichter zu finden sein: