Irving Stone: Zur See und im Sattel. Das Leben Jack Londons. (engl. 1938; rororo TB 1955)
(von mir erstmals gelesen 1958 - Damals im Lektüretagebuch: "Jack London lebt in der Jugend als Pirat u.ä. Nach größten Werken tötet er sich."*) *Laut Wikipedia ist die Todesursache umstritten. Seine Niereninsuffizienz wie Morphium, das er nahm, kommen in Frage.
Wikipedia: "Das Bild des sozialen Abgrunds heruntergekommener, ins Elend abgerutschter Männer, die in jüngeren Jahren genau so waren wie er, ließ seine Vorstellung reifen, nicht mehr körperlich zu arbeiten. Er beschloss, seinen Kopf zu gebrauchen, und begann hektisch, sich auf viele Arten zu bilden. Er las die Werke von Karl Marx, Charles Darwin und Herbert Spencer. In ihren Ideen erkannte er sich selbst. So entwickelte sich sein politisches Bewusstsein. London engagierte sich für alles, was den Armen und den Arbeitern helfen konnte, sich aus dem Abgrund der Armut zu befreien. Gleichzeitig hielt er leidenschaftliche Ansprachen auf dem Rathausplatz in Oakland, die ihn ins Gefängnis brachten.
Die Zeit um die Mitte der 1890er Jahre, in die Londons erste schriftstellerischen Bemühungen fielen, schildert er selbst:
„Das Schlimmste für den Schreibanfänger sind die langen Dürreperioden, in denen kein Scheck von einem Verlag kommt und alles Pfändbare schon verpfändet ist. … Mein Problem bestand darin, dass ich niemanden hatte, der mich beriet. Ich kannte keine Menschenseele, die schrieb oder den Versuch zu schreiben gemacht hatte. Ich kannte nicht einmal einen Reporter. Außerdem stellte ich fest, dass ich praktisch alles vergessen musste, was die Lehrer und Professoren der Literatur an der High School und Universität mich gelehrt hatten, um mit dem Schreiben Erfolg zu haben.“[13]"
Das passt zur Darstellung in Martin Eden. Aber es fehlen die vielen Frauengestalten, die Stone anführt. Die finden sich dafür in Martin Eden. Ruth entspricht Mabel, der Empfindsamen, doch seine Mutter Flora und Bessie Maddern, die Frau, die er heiratet, finden sich dort nicht.
"Im Juli endlich konnte er wirklich, als Schriftsteller von Beruf gelten, denn da liefen von ihm Geschichten und Artikel in fünf Zeitschriften – für einen jungen Menschen von 23 Jahren, der erst neun Monate schrieb, ein Wunder. Das 'American Journal of Education' brachte zwei Arbeiten über die Sprache und den Gebrauch der Zeitwörter, Studien, die zeigen, wie weit er mit seiner handwerklichen Selbsterziehung gekommen war. Die 'Owl, , die schäbig zahlende, aber eifrig druckende 'Overland Monthly' und der Tillotson-Konzern erwarben einiges Skizzen.
Jack hielt dafür, dass dieser Galamonat ebenso verdiene, gefeiert zu werden, wie die Veröffentlichung seiner beiden ersten Erzählungen, und so löst er es sein Fahrrad aus, holte Mabel ab und fuhr mit ihr in die Berge. Aber als er ihr diesmal seine Triumphe zu Füßen legte, schien sie nachdenklich und niedergeschlagen. Auf ihre direkte Frage gestand er, dass alle fünf Beiträge im nur zehn Dollar angebracht hätten, zu denen noch 7,50 Dollar kämen, wenn die Overland Monthly ihren Rückstand begliche. Mabel sank zusammen, packt den Kopf in seinem Schoß und weinte. Sechs Monate ihres Verlobungsjahres waren schon verfossen, und Mabel bewiesen Jacks Einkommen aus seiner doch erfolgreichen Schriftstellerei nur, dass sie davon niemals leben können. Sie selber/hätte seine Armut gern geteilt, aber ihre Mutter hatte ihr mit Nachdruck klargemacht, dass sie Jack nicht heiraten dürfte, bevor er nicht eine gesicherte Existenz bieten könnte. (Seite 92/93).
Wikipedia: "Das Bild des sozialen Abgrunds heruntergekommener, ins Elend abgerutschter Männer, die in jüngeren Jahren genau so waren wie er, ließ seine Vorstellung reifen, nicht mehr körperlich zu arbeiten. Er beschloss, seinen Kopf zu gebrauchen, und begann hektisch, sich auf viele Arten zu bilden. Er las die Werke von Karl Marx, Charles Darwin und Herbert Spencer. In ihren Ideen erkannte er sich selbst. So entwickelte sich sein politisches Bewusstsein. London engagierte sich für alles, was den Armen und den Arbeitern helfen konnte, sich aus dem Abgrund der Armut zu befreien. Gleichzeitig hielt er leidenschaftliche Ansprachen auf dem Rathausplatz in Oakland, die ihn ins Gefängnis brachten.
Die Zeit um die Mitte der 1890er Jahre, in die Londons erste schriftstellerischen Bemühungen fielen, schildert er selbst:
„Das Schlimmste für den Schreibanfänger sind die langen Dürreperioden, in denen kein Scheck von einem Verlag kommt und alles Pfändbare schon verpfändet ist. … Mein Problem bestand darin, dass ich niemanden hatte, der mich beriet. Ich kannte keine Menschenseele, die schrieb oder den Versuch zu schreiben gemacht hatte. Ich kannte nicht einmal einen Reporter. Außerdem stellte ich fest, dass ich praktisch alles vergessen musste, was die Lehrer und Professoren der Literatur an der High School und Universität mich gelehrt hatten, um mit dem Schreiben Erfolg zu haben.“[13]"
Das passt zur Darstellung in Martin Eden. Aber es fehlen die vielen Frauengestalten, die Stone anführt. Die finden sich dafür in Martin Eden. Ruth entspricht Mabel, der Empfindsamen, doch seine Mutter Flora und Bessie Maddern, die Frau, die er heiratet, finden sich dort nicht.
Bei Stone heißt es:
"Im Juli endlich konnte er wirklich, als Schriftsteller von Beruf gelten, denn da liefen von ihm Geschichten und Artikel in fünf Zeitschriften – für einen jungen Menschen von 23 Jahren, der erst neun Monate schrieb, ein Wunder. Das 'American Journal of Education' brachte zwei Arbeiten über die Sprache und den Gebrauch der Zeitwörter, Studien, die zeigen, wie weit er mit seiner handwerklichen Selbsterziehung gekommen war. Die 'Owl, , die schäbig zahlende, aber eifrig druckende 'Overland Monthly' und der Tillotson-Konzern erwarben einiges Skizzen.
Jack hielt dafür, dass dieser Galamonat ebenso verdiene, gefeiert zu werden, wie die Veröffentlichung seiner beiden ersten Erzählungen, und so löst er es sein Fahrrad aus, holte Mabel ab und fuhr mit ihr in die Berge. Aber als er ihr diesmal seine Triumphe zu Füßen legte, schien sie nachdenklich und niedergeschlagen. Auf ihre direkte Frage gestand er, dass alle fünf Beiträge im nur zehn Dollar angebracht hätten, zu denen noch 7,50 Dollar kämen, wenn die Overland Monthly ihren Rückstand begliche. Mabel sank zusammen, packt den Kopf in seinem Schoß und weinte. Sechs Monate ihres Verlobungsjahres waren schon verfossen, und Mabel bewiesen Jacks Einkommen aus seiner doch erfolgreichen Schriftstellerei nur, dass sie davon niemals leben können. Sie selber/hätte seine Armut gern geteilt, aber ihre Mutter hatte ihr mit Nachdruck klargemacht, dass sie Jack nicht heiraten dürfte, bevor er nicht eine gesicherte Existenz bieten könnte. (Seite 92/93).