17 September 2026

Steinbeck: Jenseits von Eden

 Als Jugendlicher habe ich viel von dem Roman gelesen, konnte aber nichts damit anfangen und bin ihm nicht gerecht geworden, deshalb lese ich ihn jetzt ein zweites Mal. Zur Vorstellung des Buches hier die Handlung in der Fassung der Wikipedia.

Mein persönliches Urteil werde ich dazu schreiben, wenn ich mehr gelesen habe.

"Steinbeck erzählt die drei Generationen umfassende Geschichte zweier Familien vor dem Hintergrund der Historie der USA zwischen Beginn des Bürgerkrieges und dem Ende des Ersten Weltkrieges. Während Glück und Leid der Familie Hamilton als repräsentativ für Einwandererschicksale angesehen werden können, sind die Trasks mit dem alttestamentlichen Kontrast zwischen Gut und Böse und dem Hass des vom Vater weniger geliebten Sohnes auf den Bruder belastet. Im 34. Kp. wird diese Thematik formuliert: „Die Menschen sind verstrickt – mit ihrem Leben und Denken […] in einem Netz von Gut und Böse. […] Tugend und Laster waren Schuss und Kette unseres frühesten Bewusstseins und sie werden das Gewebe unseres letzten bilden, ungeachtet aller Veränderungen […] aller Wandlungen von Wirtschaft und Lebensweise.“ In der Diskussion über die Auslegung der Kain und Abel-Erzählung trägt der chinesische Diener Lee seine Interpretation („timschal“) vor, die im Schlusswort aufgegriffen wird und als Botschaft des Autors verstanden werden kann: „Du kannst über die Sünde herrschen“ (24. Kp.), d. h., dass man seinem Schicksal nicht ausgeliefert ist, sondern eine Wahl hat.

Erster Teil

Der erste Teil erzählt im Wechsel die Geschichten der drei Protagonisten, die im Salinas Valley bei King City in Kalifornien aufeinander treffen (11. und 13. Kp.): Samuel Hamilton wohnt dort mit seiner kinderreichen Familie auf einer Ranch (Kp. 1, 2 u. 5), Adam Trask und seine junge Frau Cathy siedeln sich in ihrer Nähe an. Im Rückblick erfährt der Leser, wie es zur Heirat der beiden kam: Adam (geb. 1862) lebte davor mit seinem Vater Cyrus (kurze Teilnahme am Bürgerkrieg) und seinem Bruder Charles in Connecticut und wanderte nach dem Militärdienst als Tramp durch die USA (Kp. 3, 4, 6, 7, 10), Cathy Ames verbrachte ihre behütete Kindheit und Jugend bei ihren Eltern in Massachusetts (Kp. 8 u. 9). An ihrem Beispiel entwickelt der Autor sein Weltbild der Kain-und-Abel-Polarität: Der Mensch in der Spannung zwischen der Reinheit der Gesinnung und dämonischer Abgründe: „Wir sind Kains Sprossen“ (Kp. 22) und haben die Wahl.

Cyrus führt ein hartes Regiment auf der Farm in Connecticut. Die Ehefrauen müssen sich unterordnen und widmen sich dem Haushalt. Die Söhne Adam und Charles aus erster und zweiter Ehe erleben eine raue Kindheit. Beide sind von athletischer Statur, Charles immer etwas geschickter und meist der Erste und Schnellste, Adam dafür etwas nachdenklicher und sensibler. Der jüngere und stärkere Charles hält immer seine Hand über seinen Bruder, solange dieser ihm den Vorrang nicht streitig macht. Cyrus war kurze Zeit Soldat, erlitt schon in der ersten Stunde einer Kriegshandlung eine Verletzung und kam mit Holzbein auf die Farm zurück. Er kommandiert die Söhne mit militärischer Strenge. Jedoch möchte er nur Adam zur Armee schicken, da er ihn seinem Bruder Charles vorzieht.

Die Situation auf der Farm eskaliert, als Charles aus Eifersucht in blindem Jähzorn den bevorzugten Bruder Adam zusammenschlägt und ihn mit einer Axt auch ermordet hätte, wenn Adam sich nicht im Gebüsch eines Wassergrabens verkrochen hätte. Kurze Zeit später geht Adam zunächst für fünf Jahre zur Armee. Der Vater tritt nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau Alice als Militärberater in den Dienst der Regierung und kommt zu einem großen Vermögen, das er seinen Söhnen vererbt. Charles bleibt allein auf der Farm zurück, bringt diese durch harte Arbeit zum Blühen, während er sich selbst und den Haushalt vernachlässigt. Menschlich isoliert hat er keine feste Partnerin, sondern vergnügt sich alle zwei Wochen mit Prostituierten im Saloon der Kleinstadt.

Adam und Charles bleiben in zunächst regem Briefkontakt, in dem Charles über sich erzählt. Er vermisst seinen Bruder, freut sich auf dessen Rückkehr und lässt den Haushalt für ihn herrichten. Adam fürchtet jedoch Auseinandersetzungen mit seinem jähzornigen Bruder und verlängert den Dienst um weitere fünf Jahre. Danach zieht er wie ein Landstreicher durch Amerika. Zweimal wird er aufgegriffen und zur Zwangsarbeit für je sechs Monate im Straßenbau verurteilt. Mittellos kehrt er schließlich auf die Farm zurück. Charles nimmt ihn freudig auf, allerdings in der Hoffnung, nach dem Tod des Vaters herauszubekommen, wieso dieser Adam ihm vorzog, obwohl er ihn liebte. In einem klärenden Gespräch sagt Adam, dass er den Vater nie liebte, und beruhigt damit Charles. Dieser hat nun den Vater für sich. Beide überlegen jetzt, was sie mit dem Erbe des Vaters machen sollen. Charles kann sich nicht vorstellen, wie er rechtmäßig zu einer so großen Summe gelangt ist, und vermutet, er habe Geld veruntreut. Adam jedoch sieht keinen Anlass zum Misstrauen und überredet seinen Bruder, das Erbe anzunehmen. Sie sind nun reich und können beide von dem Geld ein Leben ohne finanzielle Sorge führen.

im 8. und 9. Kp. wechselt der Erzähler zur Geschichte von Cathy Ames und beschreibt sie als eine dämonische Femme fatale. Bereits als Kind hat das schöne gefühlskalte Mädchen eine Veranlagung fürs Böse. Für ihren Vorteil setzt sie alles ein – auch ihren Körper. Als Zehnjährige stiftet sie zwei Jungen zu sexuellen Handlungen mit ihr an und lenkt nach der Entdeckung die Schuld auf die beiden. Nach extremen Züchtigungen durch ihre Väter kommen sie in eine Besserungsanstalt. Cathy nutzt ihre magische Anziehungskraft auf Männer aus und erhält Schmuck und Wertgegenstände, von denen sie behauptet, sie gefunden zu haben. Ihre leichtgläubigen Eltern akzeptieren anfangs auch die merkwürdigen Erklärungen. Als sie jedoch nicht mehr zur Schule gehen will, kommt es zu Auseinandersetzungen mit Vater und Mutter. Cathy spielt nach den Züchtigungen für einige Zeit die gehorsame Tochter und rächt sich schließlich grausam für die erhaltenen Schläge: Sie setzt das Haus in Brand, wobei die Eltern umkommen, und plündert den Tresor im Geschäft des Vaters. Ihr Verschwinden tarnt sie als Entführung durch einen Landstreicher.

Cathy nennt sich nun Catherine Amesbury und will Prostituierte werden. Beim Vorstellungsgespräch verdreht sie dem Bordellkönig Edwards sofort den Kopf. Der bislang kühl rechnende Geschäftsmann und Familienvater wird ihr hörig, macht sie zu seiner Geliebten, kauft ihr ein Haus und staffiert sie aus. Dass er sich von ihr ausnehmen lässt, verdrängt er. Als Cathy im Gegensatz zu ihren Prinzipien eines Tages betrunken die Kontrolle verliert und Edwards ihre wahren Gefühle zeigt, gerät er in Wut und will sie zur Strafe in eines seiner Bordelle bringen. Er schlägt sie brutal zusammen und lässt sie halb tot auf der Straße liegen.

Adam und Charles finden die schwer verletzte Cathy vor ihrer Haustür. Adam pflegt sie und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Charles hingegen durchschaut das kalte, berechnende Wesen von Cathy, und möchte sie möglichst schnell loswerden. Diese beginnt sogleich mit ihrem durchtriebenen Spiel: Sie heiratet Adam aus Berechnung, um ihre Zuflucht zu erhalten. Aber in ihrem teuflischen Trieb betrügt sie ihn gleich in der ersten Nacht mit seinem ihr im Laster ebenbürtigen Bruder (beide haben an das Kainsmal erinnernde Narben auf der Stirn), der sich in seiner Einschätzung der Schwägerin bestätigt fühlt und diesen Triumph über die Naivität Adams genießt.

Zweiter Teil



Im zweiten Teil des Romans zieht Adam Trask mit seiner Frau Cathy nach Kalifornien, wo er sich im Salinas-Tal in der Nähe von King City die Sanchez-Ranch kauft. Cathy ist schwanger, ob von Charles oder Adam bleibt offen, und hat erfolglos versucht abzutreiben. Adam erkennt nicht die Einseitigkeit der Liebesbeziehung und projiziert seine eigenen Gefühle in das kalte Wesen seiner schönen Frau. Er glaubt das Glück mit Cathy, die von Anfang an nicht mit ihm nach Kalifornien ziehen wollte und nur aus finanziellen Gründen nachgab, erzwingen zu können. Adam will den herunter gekommenen großen alten spanischen Landsitz vom ererbten, vielleicht unrechtmäßig erworbenen väterlichen Geld für sich und seine Familie zu einem Garten Eden ausbauen. Er sieht nicht, dass seinem ganzen Projekt damit die ideell reine Grundlage fehlt. Zur Bewässerung des fruchtbaren Bodens soll der in Erfindungen erfahrene und handwerkliche geschickte Samuel Hamilton einige Brunnen graben und zum Wassertransport durch Windmühlen betriebene Aufzüge bauen. Auch bei der Geburt der Zwillinge hilft der neunfache Vater Samuel. Doch Cathy lehnt Mann und Kinder ab. Als sie wieder bei Kräften ist, will sie ihre Familie verlassen. Adam, den das Verhalten seiner Frau erschüttert, schließt sie in die Kammer ein, doch Cathy schießt ihn in die Schulter und verlässt das Haus.

Cathy taucht als Kate in Salinas unter und arbeitet als Prostituierte in Fayes Etablissement, einem der beiden Bordelle, die nach außen hin unauffällig und unspektakulär arbeiten und deshalb von den staatlichen Behörden zur Entlastung der sexuellen Bedürfnisse der ledigen und verheirateten Männer geduldet werden. Dort gewinnt sie schnell das Vertrauen ihrer Kolleginnen und der Puffmutter Faye, die Kate wie eine Tochter liebt und sie als Alleinerbin in ihrem Testament einsetzt. Kate will jedoch schnell den Betrieb übernehmen und ein neues Geschäftsmodell mit sadomasochistischen Angeboten einführen. So mischt sie Medikamente in das Essen und die Getränke Fayes, so dass diese nach längerem Siechtum stirbt.

Adam erholt sich unterdessen langsam von der schweren Schussverletzung an der Schulter. Er verfällt in tiefe Depression, gibt seine Sanierungspläne für die Farm auf und kümmert sich auch nicht um die Zwillingssöhne. Diese zieht sein chinesischer Diener und anfänglich erfolgloser philosophischer Berater Lee groß. Als sich nach über einem Jahr die Situation nicht gebessert hat, stellt Samuel Hamilton, der zweite Philosoph, Adam zur Rede, schlägt ihn gar und bringt ihn zur Besinnung. Gemeinsam mit Lee überlegen sie Namen für die Kinder. Dabei philosophieren sie über die biblische Geschichte von Kain, der seinen Bruder Abel erschlug, das zentrale Motiv des Buches. Schließlich nennen sie die Zwillinge nach den biblischen Figuren Caleb und Aaron Cal und Aron.

Dritter Teil

Im dritten Teil stellt John Steinbeck die Familie Hamilton zunächst weiter vor. Samuel Hamilton (namensgleich mit Steinbecks Großvater) ist vom frühen Tod seiner Tochter Una schwer getroffen. Seine anderen Kinder merken, wie er sichtlich altert. Sie beschließen, sich um ihn wechselweise zu kümmern. Olive (Mutter des Erzählers) und ihr Mann Ernest Steinbeck nehmen sich als erste seiner an und laden ihn und seine strenggläubige Frau Liza zu sich nach Salinas ein. Sein Sohn Tom bleibt allein auf der Farm. Später wird er sich dort das Leben nehmen, weil er sich am Tod seiner kranken Schwester Dessie durch eine falsche Behandlung schuldig fühlt. Samuel weiß, dass er nicht wieder zurückkehrt und er bald sterben wird. Er verabschiedet sich von Adam, dessen Diener Lee und den mittlerweile elfjährigen Söhnen Cal und Aron.

Die drei Erwachsenen sprechen nochmal über die Interpretation der biblischen Kain-Geschichte. Lee hatte dazu chinesische Gelehrte befragt und mit diesen Hebräisch zum Verständnis des Urtextes gelernt. Seiner Auslegung nach ist der Mensch durch Kains Brudermord nicht zur Sünde verdammt, sondern hat die Wahlfreiheit, gut oder schlecht zu handeln. Um Adam von seinen Illusionen von Cathy zu befreien, erzählt ihm Samuel die Wahrheit über sie und ihr verrufenes Bordell. Damit stellt er ihn vor die Wahl, seiner Liebe weiter nachzutrauern oder sich aus seiner Lethargie zu befreien und ein neues Leben zu beginnen.

Nach Samuels Begräbnis in Salinas will sich Adam selbst von Cathys Leben überzeugen. Die Konfrontation mit ihr öffnet ihm die Augen. Sie sagt ihm, dass sie ihn verachtet und immer für einen Schwächling gehalten hat und dass sogar Charles der Vater der Zwillinge sein könnte. Er rechnet ebenfalls mit ihr ab: nicht er habe Defizite, sondern ihr Gemüt sei deformiert und ihr fehle im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen jegliches Gefühl. Trotz äußerlich unbeeindruckter Haltung ist Cathy tief getroffen, dass sie die Macht über ihn verloren hat. Ihr Selbstbewusstsein schwindet und ihr Selbstmord kündigt sich an.

Adam versucht eine Neuorientierung. Er kauft sich bei Samuels Sohn Will ein Auto, kümmert sich selbst um die Ausbildung der Kinder und plant, ein Haus in Salinas zu erwerben, damit seine Kinder bessere Schulen besuchen können. Auch schreibt er seinem Bruder Charles nach über zehn Jahren einen Brief. Doch er erhält nur Nachricht von Charles’ Tod. Dieser hinterließ Adam und Cathy je die Hälfte eines beträchtlichen Vermögens. Adam ringt nun mit sich, ob er dies der untergetauchten Cathy mitteilen soll. Doch schließlich entscheidet er sich dafür, den Wunsch seines Bruders zu befolgen, und unterrichtet Cathy von ihrem Erbteil. Diese versteht die Großmut und das Pflichtbewusstsein Adams allerdings nicht, sieht darin entweder einen neuen Beweis seiner Einfalt oder vermutet dahinter einen bösen Trick, sie zur Offenlegung ihrer Identität zu bewegen und sich an ihr zu rächen.

Cal und Aron wachsen in brüderlicher Konkurrenz, Wettstreit und auch gegenseitiger Zuneigung auf. Gelegentlich fragen sie nach ihrer Mutter. Adam und Lee erzählen dann, wie immer, sie sei gestorben und weit entfernt beerdigt. Doch die Zwillinge bekommen auch Gerüchte mit, dass sie noch lebe. Einmal belauscht Cal eine Unterredung von Adam mit Lee und erfährt, dass Cathy als Prostituierte in Salinas arbeitet. Nach dem Umzug versucht Cal die Wahrheit herauszufinden.

Vierter Teil

Im vierten Teil des Romans verliert Adam Trask durch eine zwar gute, aber nicht funktionierende Idee, im Winter Gemüse aus Kalifornien in Kühlwagen an die Ostküste zu transportieren, den Großteil seines Vermögens und erntet den Spott der Einwohner. Seine Söhne leiden unter den Bemerkungen ihrer Mitschüler. Vor allem Aron möchte die Schule schneller als geplant abschließen und in eine Universitätsstadt ziehen. Er hat sich einem strenggläubigen religiösen Zirkel angeschlossen und will Pfarrer werden. Er versucht, seine schöne Freundin Abra Bacon für die Idee sexueller Enthaltsamkeit zu gewinnen, und idealisiert das Mädchen zur reinen Madonna. Zwar verstärkt sein Plan eines Studiums und eines geradlinigen, nicht geschäftsorientierten Lebensweges den Respekt seines Vaters, der ihm immer mehr seine Zuneigung zeigt; bei Abra findet Aron jedoch keine Gegenliebe. Sie kann sich in seinem Bild von ihr nicht wiedererkennen, fühlt sich instrumentalisiert und wünscht sich ein ganz normales Familienleben mit Kindern. Sie löst sich immer mehr von ihm und interessiert sich zunehmend für Cal. An der Universität Stanford führt Aron ein abgeschiedenes Eremitendasein und steigert sich weiter in seine Vorstellungen hinein, die er ausführlich in Briefen an Abra beschreibt. In Wirklichkeit ist er mit dem akademischen Betrieb unzufrieden und will sein Studium aufgeben, traut sich aber nicht, das seinem Vater zu sagen.

Cal hat inzwischen mehr über die Mutter herausgefunden. Er verfolgt sie heimlich, bis er sie in ihrem Bordell zur Rede über ihr Verschwinden stellt. Sie beantwortet ehrlich seine Fragen über sich und ihre Beziehung zu seinem Vater. Er fühlt sich daraufhin einerseits abgestoßen von ihrem Wesen und ihrer Lebensweise, andererseits spürt er aber auch ähnliche destruktive Wesenszüge in sich. Er ahnt, dass sein weltabgewandter idealistischer Bruder, wüsste er über die Mutter Bescheid, daran innerlich zerbrechen würde.

Im letzten Teil des Romans entwickelt sich der immer deutlicher werdende Gegensatz zwischen Cal und Aron zur Kain-und-Abel-Tragödie. Cal leidet unter der Bevorzugung des Bruders und möchte durch eine besondere Tat die Liebe des Vaters erzwingen. Gemeinsam mit Will Hamilton verfolgt er eine Geschäftsidee, die der des Vaters überlegen ist. Er spekuliert auf eine lange Kriegsdauer mit Versorgungsengpässen und kauft Farmern bereits bei der Aussaat die Bohnenernte ab. Später verkauft er sie mit Gewinn an die britische Einkaufskommission, die zur Verpflegung der Soldaten alle Vorräte braucht, was den Preis hochtreibt. Den Gewinn von 15.000 Dollar schenkt er an Thanksgiving in Anwesenheit des Bruders dem Vater, um – wie er sich selbst eingesteht – sich dessen Gunst und Liebe zu erkaufen. Doch Adam weist den Spekulationsgewinn zurück. Er möchte kein durch den Krieg mit den vielen Toten verdientes Geld geschenkt bekommen, lieber wären ihm Söhne, die etwas aus ihrem Leben machen und sich für eine Idee einsetzen wie Aron. Cal ist durch die Abweisung und den moralischen Tadel verletzt. Ironischerweise bezieht sich Adam auf die von ihm erwarteten Prüfungserfolge Arons und weiß nicht, dass der sein Studium abbrechen wird. Cal will sich am seiner Meinung nach zu Unrecht bevorzugten Bruder rächen. Er führt ihn zum Bordell und zeigt ihm lachend die Mutter. Aron kann die Wirklichkeit nicht verkraften und meldet sich als angeblich 18-Jähriger (tatsächlich ist er erst 17) zum Militärdienst.

Ein zweiter zeitlich parallel verlaufender Handlungsstrang schildert die letzten Intrigen Cathys. Ihre ehemalige Kollegin Ethel ahnt, dass Cathy ihre Chefin Faye vergiftet hat, und erpresst sie. Cathy setzt darauf ihren Wächter Joe Valery auf sie an. Dieser ahnt die Hintergründe, will die Situation finanziell für sich ausnutzen und droht mit Andeutungen seiner Chefin. Cathy verwickelt sich immer mehr in ihre eigenen Machenschaften, und die Begegnungen mit Adam und schließlich ihrem Sohn Aron geben den Ausschlag für ihren seit langem erwogenen und vorbereiteten Selbstmord. Selbst diesen verschleiert sie und belastet damit Joe, der mit gestohlenen Wertgegenständen und dem Testament, in dem sie ihr Vermögen Aron vermacht, verhaftet und des Mordes beschuldigt wird. Adam weint, als er von Cathys Tod erfährt. Er will nun Aron aufklären. Doch als er Cal fragt, wo sein Bruder sei, antwortet dieser ähnlich wie Kain in der Bibel: „Muss ich denn auf ihn aufpassen?“.

Aron fällt bei seinem ersten Einsatz in Frankreich. Als die Nachricht von seinem Tod eintrifft, erleidet Adam einen Schlaganfall, der ihn lähmt und bald darauf zu seinem Tod führt. Cal fühlt sich schuldig an der von ihm ausgelösten Unglückskette und will weglaufen, doch Abra führt ihn zum Vater zurück. Auf dem Krankenbett vergibt er seinem Sohn und signalisiert ihm die von Lee entwickelte Kain-und-Abel-Interpretation, dass das Böse nicht als Erbe schicksalhaft hingenommen werden müsse, sondern dass die Menschen es bekämpfen könnten. Cal wird vermutlich, nach Hinweisen über ihre gemeinsame Liebe und Lebensvorstellungen in den letzten Kapiteln, Abra heiraten. Sie könnten gemeinsam Adams Ranch führen und versuchen, die Botschaft zu verwirklichen.

Kapitel 14  wird hier, weil es aus der Haupthandlung herausfällt, ausführlich von einer KI wiedergegeben:

Olive Hamilton – die Mutter des Erzählers -  eine der Töchter von Samuel und Liza Hamilton

1. Olives Leben als Lehrerin

  • Die Rolle der Landschule: Das Kapitel beginnt mit einer Schilderung der damaligen Zeit, in der Landschulen das Zentrum des sozialen Lebens in den Städten und Dörfern bildeten. Die Lehrerin galt damals als „heiß begehrte“ Persönlichkeit.

  • Olives Arbeit: Olive Hamilton arbeitete einige Jahre als Lehrerin in einer solchen Landschule. Das war ein extrem harter Job, bei dem sie Kinder aller Altersstufen gleichzeitig unterrichten und den Schulbetrieb komplett allein schmeißen musste. Weil sie gebildet, charismatisch und attraktiv war, erhielt sie ständig Heiratsanträge (unter anderem von ihren eigenen Schülern).

  • Der Umzug in die Stadt: Da sie sich jedoch nach einem städtischen Leben sehnte, verließ sie das Unterrichten schließlich und heiratete Ernest Steinbeck, einen Geschäftsmann aus King City.

2. Olives Persönlichkeit und Weltbild

  • Umgang mit Geld und Schulden: Olive verabscheute Schulden über alles. Diese Eigenschaft gab sie auch an ihre Kinder weiter. Dies führte oft dazu, dass die Familie bei Haushaltsgeräten oder modernen Annehmlichkeiten im Vergleich zu den Nachbarn zurückblieb.

  • Pragmatischer Glaube: Ihr religiöses Weltbild war pragmatisch und breit gefächert. Sie lehnte es ab, an Dinge zu glauben, die unlösbar oder frustrierend waren. Wenn es brenzlig wurde, ging sie auf Nummer sicher: Als der Erzähler (John Steinbeck) als Jugendlicher schwer an Lungenentzündung erkrankte, ließ sie ihn vorsorglich von gleich mehreren Konfessionen (Episkopalen, Katholiken, Christian Science) gleichzeitig bebeten, um alle Optionen abzudecken.

3. Die Anekdote mit dem Flugzeug (Mut und Missverständnis)

Das Kapitel enthält eine berühmte, humorvolle Episode, die Olives stoische Entschlossenheit zeigt:

  • Der Flug: Als Olive (später im Leben) durch den Verkauf von Kriegsanleihen einen Rundflug in einem offenen Militär-/Kampfflugzeug gewinnt, hat sie panische Angst vor dem Fliegen und rechnet fest mit dem Absturz. Da sie aber stolz ist und ihre Familie (bzw. die Menschen) nicht enttäuschen will, zieht sie es durch.

  • Das Missverständnis: In der Luft übertönt der Motorenlärm die Worte des Piloten. Als dieser sie fragt, ob ihr der Flug gefällt bzw. ob er einige Kunststücke („stunts“) machen soll, versteht Olive fälschlicherweise das Wort „stuck“ (etwa: „stecken wir fest?“ / „ist etwas blockiert?“).

  • Haltung bewahren: Da sie glaubt, sie seien in Lebensgefahr, will sie tapfer bleiben. Sie lächelt tapfer, nickt und gibt ständig den Daumen nach oben („Thumbs-up“), um dem Piloten Mut zu machen. Daraufhin dreht der Pilot völlig auf und fliegt waghalsige Loopings und Sturzflüge.

  • Das Ende: Nach der Landung schüttelt der Pilot anerkennend den Kopf über ihre eiserne Nervenstärke. Olive hingegen ist völlig erschöpft, steif vor Schreck und muss sich erst einmal für zwei Tage ins Bett legen.

Bedeutung für den Roman

Obwohl Kapitel 14 auf den ersten Blick wie eine erzählerische Nebenlinie wirkt, vertieft es die Familiengeschichte im Hintergrund des Romans. Es stellt die Hamilton-Familie weiter vor, schlägt eine Brücke zum Autor selbst (der sich hier als Sohn zu erkennen gibt) und zeigt universelle Themen wie menschliche Skurrilität, Tapferkeit im Alltag und die Verschiedenartigkeit von Perspektiven („Stories“), die sich wie ein roter Faden durch ganz Jenseits von Eden ziehen.

16 September 2026

Martin Wein: Die Weizsäckers. Geschichte einer deutschen Familie

 Martin Wein: Die Weizsäckers. Geschichte einer deutschen Familie, 1988

Carl Friedrich von Weizsäcker war der erste der Familie, der mir ernsthaftes Interesse abnötigte: Protest gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr (1957) und das, wo er doch in der NS-Zeit an der Entwicklung einer Atombombe (in einem sehr frühen Stadium) mitgearbeitet hatte, dann sein Auftreten bei einer Tagung um die 1968er Jahre in München, wo ich ihn persönlich erlebte, ohne ihm zu begegnen. Dann seine philosophischen Arbeiten (am Rande sein Text über Goethes Farbenlehre). Ernst von Weizsäcker war mir wohl schon früher bekannt. Sein m. E. ernsthaftes Bemühen,  "Schlimmeres zu verhüten", was zum Münchner Abkommen 1938 führte, Krieg verhinderte, aber eine geplante Absetzung Hitlers unmöglich machte, brachte ihn letztlich unter Anklage bei dem Wilhelmstraßen-Prozess (1947-1949), einem Nachfolger des Nürnberger  Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher (1945-1946).

Insofern eine tragische Figur, war er andererseits schon früh im SS-Hauptamt und insofern im Stab Himmlers und hat an der Deportation französischer Juden nach Auschwitz mitgewirkt.

Der Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat sich vor allem durch seine Rede vom 8. Mai 1985 verdient gemacht. Über ihn glaube ich nicht viel Neues zu erfahren.

Über Victor von Weizsäcker hoffe ich mir ein besseres Bild machen zu können, wesentliche Informationen über den Wikipediaartikel hinaus verspreche ich mir nicht, hoffe aber auf das eine oder andere Zitat, was zu seiner Charakteristik beiträgt. 

In den Vorsatzblättern des Buches findet sich eine Stammtafel der Familie, die bis ins 18. Jahrhundert zurückführt. 

Ernst Ulrich von Weizsäcker wird in dieser Stammtafel mit aufgeführt, aber im Text nicht behandelt. Mir wurde er vor allen als Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie (1991-2000) bekannt. Mit seinem betont zukunfts- und umweltorientierten Ansatz passt dieser Sohn zwar durchaus zu seinem Vater  Carl Friedrich von Weizsäcker, aber gar nicht in das Bild der früheren staatstragenden Honoratioren der Familie. Insofern ist es angemessen, dass er in dem 1988 veröffentlichten Buch nicht vorkommt. 

Aber ich wüsste nicht, welche Familie des 20. Jahrhunderts ich als ebenso prägend für Deutschland nennen sollte außer den Weizsäckers und den Manns

Carl Heinrich Weizsäcker (1822-1899) S.27-79

Wikipedia: "studierte Evangelische Theologie an der Universität Tübingen. Er war zunächst Hofkaplan am Hof des württembergischen Königs Wilhelm I. Ab 1861 wurde er Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte an der Universität Tübingen und übernahm den Lehrstuhl seines Lehrers Ferdinand Christian Baur. Im Jahre 1890 wurde Weizsäcker Kanzler seiner Universität und blieb dies bis zu seinem Tode. Kraft seines Amtes als Kanzler der Universität Tübingen gehörte er von 1890 bis 1899 der Zweiten Kammer des württembergischen Landtages an."

Weizsäcker war ein führender Vertreter der historisch-kritischen Schule."

Julius Ludwig Friedrich Weizsäcker (1828-1889) S.80-142

Wikipedia: "wurde dann 1863 ordentlicher Professor in Erlangen, 1867 in Tübingen, 1872 an der deutschen Universität Straßburg, 1876 in Göttingen und 1881 in Berlin an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Er war seit 1879 ordentliches und seit 1881 auswärtiges Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften.[1] 1885 gehörte er als einer von mehreren Nichtjuden zu den Mitgliedern der beim Deutsch-Israelitischen Gemeindebund unter der Leitung des Historikers und Diplomatikers Harry Bresslau eingerichteten Historischen Kommission für die Geschichte der Juden in Deutschland.[2]"

Karl von Weizsäcker (1853-1926) S.143-203

Über den Ministerpräsidenten Karl von Weizsäcker, hochbegabt, fleißig und königstreuer Monarchist habe ich jetzt schon nachgelesen, ein etwas positiveres Bild gewonnen (aus seiner Zeit zu verstehen).

Ernst Heinrich von Weizsäcker (1882-1951) S.204-340

Wikipedia: "war ein deutscher Marineoffizier, Diplomat, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und Brigadeführer der Allgemeinen SS. Wegen Mitwirkung an den Deportationen französischer Juden nach Auschwitz wurde er im Wilhelmstraßen-Prozess als Kriegsverbrecher verurteilt. Ernst von Weizsäcker war der Vater des Physikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker und des von 1984 bis 1994 amtierenden Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker."

Victor von Weizsäcker (1886-1957) S.341-410

Wikipedia: "war Neurologe, befasste sich mit Themen der Sozialmedizin und gilt als ein Begründer der psychosomatischen Medizin und der modernen medizinischen Anthropologie. Mit Viktor Emil von Gebsattel, Jürg Zutt (1893–1980), Ludwig Binswanger und Dieter Wyss gilt er als Vertreter der existential-anthropologischen[4] Theorie der Psychotherapie."

Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007) S.411-469 sieh Wikipedia

Richard von Weizsäcker  (1920-2015) S.470-353 sieh Wikipedia

Ernst Ulrich von Weizsäcker (* 25. Juni 1939 ) Sohn von Carl Friedrich von Weizsäcker , nicht in diesem Buch sieh oben und Wikipedia


Das vorhandene Exemplar ist offenbar durchgearbeitet worden, aber die Unterstreichungen sind leider zu umfangreich und die Randbemerkungen nicht sonderlich hilfreich für eine Auswahl des Wesentlichen.



Öffentliche Bücherregale und e-Bücher

 Als ich gemerkt habe, dass ich Bücher aus öffentlichen Bücherregalen und e-Bücher den gekauften vorziehe, hätte ich mich gleich dazu entschließen müssen, bei meinen Buchbesprechungen gleich hinzuzufügen, ob die Bücher aus diesen beiden Quellen oder geliehen oder geschenkt worden waren. Gekauft habe ich vielleicht nur rund 20%.

Der Grund: Bücher öffentlich vorzustellen, wurde mir - mit Ausnahme von ganz wenigen Rezensionen in Zeitschriften - erst möglich, seit ich bei der Wikipedia, beim ZUM-Wiki und seinem Nachfolger ZUM-Unterrichten mitarbeitete und - bald darauf - eigene Blogs veröffentlichte. 

Dazu gehörte, dass ich bei Büchern, die ich nicht selbst gekauft hatte, mich schneller entschließen konnte, die Lektüre nur kursorisch zu betreiben oder ganz abzubrechen. 

Die Titelauswahl erfolgte weniger Rezensionsempfehlungen als der Verfügbarkeit. Bücher, über die ich seit Jahrzehnten etwas (und sei es nur der beschriebene Gegenstand bzw. wie bei Biographien wusste - wie etwa Via Mala und die Kalevala aus dem elterlichen Bücherschrank halte ich für die Lektüre lohnender als Tagesempfehlungen. Hätte ich mir ein Buch über den Generalinspekteur der Bundeswehr de Maizière, Clinton, Schäuble, die Moltkes oder die Weizsäckers angeschafft? Nein. Doch hineinsehen, ja.

Bei Gelegenheit werde ich noch mehr Beispiele anführen. Über "Die Weizsäckers" soll der folgende Artikel handeln.


11 September 2026

Raymond Aron: Erkenntnis und Verantwortung. Lebenserinnerungen 1985

 norberto42:

Raymond Aron: Erkenntnis und Verantwortung. Lebenserinnerungen 1985


"Die Lebenserinnerungen Arons sind ein imposantes Buch. „Meine politische Erziehung“ behandelt sein Leben bis 1939, sein Studium und seine Freundschaft mit Sartre, seine Entdeckung Deutschlands und seines Judentums, das dem französischen Staatsbürger nichts bedeutet hatte. In „Die Versuchung der Politik“ spricht er von seinem Leben bis 1955, wo er zunächst in England in der Nähe de Gaulles und dann im befreiten Frankreich als Journalist gearbeitet hat. „Ein Professor im Sturm der Zeit“ (1955-1969), das war er als Soziologieprofessor an der Sorbonne, der das Industriezeitalter und die Ost-West-Konfrontation sowie die Theorie des Krieges durchdachte und die Studentenunruhen miterlebte. „Die Jahre des Mandarins (1969-1977)“ gelten der Auseinandersetzung mit dem späten Sartre und seinem verbohrten Marxismus, der Freundschaft mit Henry Kissinger, dem Nachdenken über Clausewitz und die Dekadenz des Westens. Im letzten Teil spricht er von seinem Leben nach einer Embolie und blickt zurück auf seine Bücher, sein Wirken, seine Freunde und Gegner.

Sein Leben war das „eines französischen Bürgers, der Jude war und den eine halbfreie französische Regierung aufgrund eines auf rassischen Kriterien beruhenden Status aus seinem Vaterland ausgeschlossen hatte; Bürger eines Frankreich, das Mitglied der Europäischen Gemeinschaft ist und eines der vier Zentren der Wissenschaft und Wirtschaft in der Welt, das sich dennoch als unfähig erweist, sich selbst zu verteidigen und sich nicht entscheiden kann zwischen der amerikanischen Protektion und der pax sovietica, die Moskau ihm um den Preis seiner Freiheit bietet; Bürger eines liberaleren und freieren Europas als je zuvor, das jetzt von der Auflehnung gegen die Zwänge der Industriegesellschaft heimgesucht wird; vielleicht eines dekadenten Europa, weil die Zivilisationen in der Freiheit erblühen und im Unglauben verwelken; ein Europa in einer Menschheit, die trotz der Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums bis zum Ende dieses Jahrhunderts zum weiteren Ausbau der Wissenschaft und der Produktion verurteilt sein wird“. Und er plädiert entschieden für den Pluralismus und für den Zweifel an letzten Wahrheiten. „Tragisch ist die Notwendigkeit, unsere Sicherheit auf die Drohung mit Atombomben zu gründen; tragisch ist die Entscheidung zwischen der Anhäufung von konventionellen Waffen und der nuklearen Bedrohung; tragisch die Zerstörung der alten Kulturen durch die industrielle Zivilisation. (…) Ich glaube weiterhin, dass ein glücklicher Ausgang denkbar ist, er liegt jenseits des politischen Horizonts in der Idee der Vernunft (im Sinne Kants).“

Bemerkenswert ist Arons Hinweis auf die niedrige Geburtenrate in Europa, die es nötig macht, auf fremde Arbeitskräfte zurückzugreifen, wodurch es dann beinahe zwingend zu Spannungen mit der alteingesessenen Bevölkerung kommt – wer dächte da nicht an die AfD und ihre Hetze gegen Ausländer?