19 April 2016

Roger Willemsen: Die Enden der Welt

"Die Landschaft ist steif gestreckt und einförmig: Hügel mit Büschen rechts, Hügel mit Mischwald links vor offenem Horizont. Wir gehen.
Es kommt ein beliebiger Punkt. Da halten alle an, und niemand tut mehr einen Schritt. Der Wind streicht über die leere Fläche, auf der wir stehen wie zusammengefegt.
Einer sagt: »Hier ist nichts. Drehen wir um.«
Und keiner tut jetzt auch nur einen einzigen Schritt über die imaginäre Linie hinaus. Als hörten sie das Echo der Grenze, haben jetzt alle den Kopf gehoben, lauschen und sacken in die Bewegung: Alles nickt. Alle wenden sich in ihren Fußspuren. Man stapft heimwärts." (S.11)

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