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13 April 2020

Über die Gefahren des Lesens von Büchern

1685: Der französische Theologe Adrien Baillet warnte:
"Wir haben Grund zur Furcht, dass die Menge der Bücher, die täglich anwächst, in den kommenden Jahrhunderten zu einem Rückfall führen wird, der den barbarischen Zuständen nach dem Zerfall des römischen Reiches gleichen wird."

Baillet gilt als der erste Biograph von René Descartes.

Adrien Baillet (* 13. Juni 1649 in La Neuville-en-HezFrankreich; † 21. Januar 1706 in Paris) war ein französischer TheologeHistoriker und Bibliothekar.

Leben


Nach dem Besuch der Dorfschule konnten ihm seine Eltern keine höhere Schulbildung finanzieren. Nachdem der Bischof von Bauvais auf ihn aufmerksam geworden war, ermöglichte dieser ihm ein Studium der Theologie. Anschließend war Baillet zunächst als Lehrer in Beauvais tätig und wurde dann 1676 zum Priester geweiht. 1680 wechselte er nach Paris, wo er für den Generalanwalt des Parlements François-Chrétien de Lamoignon als Bibliothekar tätig wurde und dort einen 35-bändigen Catalogue raisonné erstellte.

24 Januar 2020

Die von der New York Public Library am häufigsten ausgeliehenen Bücher

6 der 10 seit 1895 beliebtesten Bücher waren Kinder- und Jugendbücher. Das beliebteste ist im deutschsprachigen Raum weniger bekannt:
Ezra Jack KeatsThe Snowy Day“ 1960, ein Bilderbuch

mehr über die beliebtesten Bücher:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher-ausleihe-in-new-york-das-beliebteste-buch-16585368.html FAZ 19.1.2020

19 März 2011

Eine Powerpointpräsentation von Buchrücken das Bildungsideal der Zukunft?

In der Kindheit das "Klassikerregal" mit einer einheitlichen Aufmachung aller bedeutenderer Autoren von Klopstock bis - ja, wo hörte die auf? Einige Romantiker jedenfalls hatten eine andere Aufmachung, freilich auch die einheitlich. Alles ohne bibliographische Angaben, ohne Register. Und so lasen die Kinder nicht nur im dreibändigen Lexikon (das 20 oder 25-bändige stand für die Kinder zu weit oben, hatte auch nicht das Glanzpapier und die schönen Bilder), sondern auch in "den Klassikern", was sich gerade so ergab. Immer waren es - freilich unvollständige - Gesamtausgaben, nicht gesammelte Werke. Der Anspruch der Ausgaben war, was nicht drin ist, zählt nicht.
Bücher, immer vorhanden, immer bereit, aber nur nach und nach erschließbar. Mit Liebe dann erste eigene Bücher. Mein Lektüretagebuch nennt als erste Titel "Burri", ein Wildesel, "James Cook, der Weltumsegler", "Tom Sawyer".
In der Jugend dann ein vorläufiges Verstehen. Im Studium Fach- und Taschenbücher.

Jetzt ein Zeitungsartikel mit der Überschrift "Bühne für Bücher", Unterüberschrift: "Zeig deine Bildung [...] für die Präsentation seiner Sammlung gibt es viele Möglichkeiten".
Präsentation?! Eine Powerpointpräsentation von Buchrücken das Bildungsideal der Zukunft?
Bücher "sammeln" wie Zigarettenbildchen und Briefmarken?
"In der Privatbibliothek spiegelt sich [...] die eigene Biografie. Diese will gut dargestellt sein [...]."

Nun denn, dann habe ich aufgrund der verschiedenen Formathöhen von Büchern und Regalfächern ein unordentliches Leben geführt. - Wie ordentlich ist ein Klassikerregal. Alles, was man lesen muss, in einheitlichem Format, einheitlicher Aufmachung.
Aber natürlich, es gibt eine Lesebiografie, und die spiegelt sich auch in den Büchern, die man nicht hergeben will. Doch wie viel nicht prägende Zufälligkeiten gibt es daneben.