28 Juni 2022

Thomas Mann: Doktor Faustus - Adrian Leverkühn

 Zeitblom bedauert, dass der Abschied von Adrian recht formlos war, weil es für ihn ein ganz wesentlicher Abschnitt war 

Zitat: 

"[...] erst jetzt, so schien es mir, lösten sich unsere Existenzen voneinander ab, begann für jeden von uns das Leben auf den eigenen zwei Beinen, und ein Ende sollte es haben mit dem, was mir doch so notwendig (wenn auch zwecklos) erschien, und was ich wieder nur mit denselben Worten, wie weiter oben, bezeichnen kann: nicht mehr sollte ich wissen, was er tat und erfuhr, nicht mehr mich neben ihm halten können, auf ihn acht-, ein unverwandtes Auge ihm auf ihn zu haben, sondern musste ihm von der Seite gehen gerade in dem Augenblick, wo mir die Beobachtung seines Lebens, obgleich sie gewiss an diesen nichts ändern konnte, am allerwünschenswertesten schien, nämlich wo er die gelehrte Laufbahn verließ, 'die Heilige Schrift unter die Bank legte', um mich seines Ausdrucks zu bedienen, und sich ganz der Musik in die Arme warf. [...] / 

Hier lasse ich einen Brief folgen, den ich zwei Monate nach meinem Dienstantritt in Naumburg von ihm erhielt, und den ich mit Empfindungen las, wie sie wohl eine Mutter bei solchen Mitteilungen eines Kindes bewegen mögen, – nur dass man freilich einer Mutter dergleichen schicklich vorenthält. [...] Seiner Antwort schicke ich nur noch voraus, dass ihre altertümliche Ausdrucksweise natürlich parodisch gemeint und Anspielung auf skurrile Hallenser Erfahrungen, das sprachliche Gebaren Ehrenfried Kumpfs ["Theologie-Professor Kumpf in Halle, der überdies zur Lutherparodie wird, als er mit der Semmel nach dem Teufel wirft, den er in der Zimmerecke zu sehen meint" (Wikipedia: Inkarnationen des Teufels)] ist, – zugleich aber auch Persönlichkeitsausdruck und Selbststilisierung, Kundgebung eigener innerer Form und Neigung, die auf eine höchst kennzeichnende Weise das Parodische* verwendet, sich dahinter verbirgt und verhüllt. *[das die Parodie mit ihren Mitteln umwandelnd - mit diesem ungebräuchlichen Ausdruck macht Zeitblom darauf aufmerksam, dass es dabei nicht um einfache Satire handelt, sondern, dass Adrian dabei - unabsichtlich -die Sprache einer Inkarnation des Teufels als 'Persönlichkeitsausdruck und Selbststilisierung' verwendet - vgl. H.-P.Haack: Zweideutigkeit als System]

Er schrieb: [...] /

Hier nun heißt es: 'Gott vertrauen, landt und leut beschauen, thut niemand gerauen.' [...] geht ein anderer Puls an als an der Saala, weil nämlich ein ziemlich Volk hier versammelt ist, mehr als siebenhunderttausend, was von vornherein zu einer gewissen Sympathie und Duldung stimmt, wie der Prophet schon für Ninive Sünde ein wissend und humorhaft verstehend Herz hat, wenn er entschuldigend sagt: 'Solche große Stadt, darinnen mehr als hunderttausend Menschen.' Da magstu denken, wie es erst bei siebenhunderttausend Nachsicht erheischend zugeht, wo sie in den Messe-Zeiten, von deren herbstlicher ich als Neu-Kömmling eben noch eine Probe hatte, aus allen Teilen Europas, dazu aus Persien, Armenien und anderen asiatischen Ländern noch erklecklichen Zustrom haben.
Nicht als ob mir dies Ninive sonderlich gefiele, [...]" (16. Kapitel, S.148-150)

"darauf sitzen dir Nymphen und Töchter der Wüste, sechs oder sieben, wie soll ich sagen, Morphos, Glasflügler, Esmeralden, wenig gekleidet, durchsichtig gekleidet, in Tüll, Gaze und Glitzerwerk, das Haar lang offen, kurzlockig das Haar, gepuderte Halbkugeln, Arme mit Spangen, und sehen dich mit erwartungsvollen, vom Lüster gleißenden Augen an.
Mich sehen Sie an, nicht dich. Hat mich der Kerl, der Gose-Schleppfuß ["mit seinen Vorlesungen, in denen er das Geschlechtliche verteufelt" (Wikipedia: Inkarnationen des Teufels)] in eine Schlupfbude geführt! Ich stand und verbarg meine Affecten, sehe mir gegenüber ein offen Klavier, einen Freund, geh über den Teppich drauf los und schlage im Stehen zwei, drei Akkorde an, weiß noch, was es war, weil mir das Klangphänomen gerade im Sinne lag, Modulation von H- nach C-Dur, aufhellender Halbton-Abstand wie im Gebet des Eremiten im Freischütz-Finale, bei dem Eintritt von Pauke, Trompeten und Oboen auf dem Quartsextakkord von C. Weiß es im Nachher, wusste es aber damals nicht, sondern schlug eben nur an. Neben mich stellt sich dabei eine Bräunliche, in spanischem Jäckchen, mit großem Mund, Stumpfnase und Mandelaugen, Esmeralda, die streicht mir mit dem Arm die Wange. Kehre ich mich um, stoße mit dem Knie die Sitzbank beiseite und schlage mich über den Teppich zurück durch die Lusthöhle, an der schwadronierenden Zatzenmutter vorbei, durch den Flur und die Stufen hinab auf die Straße, ohne das Messinggeländer nur anzufassen." (16. Kapitel, S.153)

"Neben dieser äußeren geistig-künstlerischen Entwicklung durchläuft Leverkühn während des Leipzig-Aufenthalts auch eine innere seelische Entwicklung. Insbesondere der Kontakt zu einer Prostituierten („Esmeralda“), die der Komponist scheinbar zufällig kennenlernt, bewirkt – wie später die geheimen Aufzeichnungen Leverkühns offenbaren –, dass dieser sich immer mehr zum Teufel hingezogen fühlt. Der Ruf „hetaera esmeralda“, den Leverkühn als Tonfolge „h-e-a-e-es“ motivisch wiederkehrend in seine Werke einbaut, wird zum Ausdruck jener Verlockung. Um musikalische Genialität zu erlangen und neuartige, die alte klassische Harmonie sprengende Musikwerke schreiben zu können, lässt sich Adrian von Esmeralda bewusst und trotz deren Warnung mit Syphilis infizieren und zahlt so seinen Tribut an den Teufel." (Wikipedia)

17. Kapitel

Zeitblom: "Der kategorischen Weisung, diesen Brief zu vernichten, bin ich nicht gefolgt - wer will es einer Freundschaft verargen, welche das darin auf Delacroix' Freundschaft für Chopin gemünzte Beiwort 'tief aufmerksam' für sich in Anspruch nehmen darf? [...]  ich lernte, es als ein Dokument zu betrachten, von dem der Vernichtungsbefehl ein Bestandteil war, so dass er eben durch seinen dokumentarischen Charakter sozusagen sich selber aufhob." (S.155) (Zweideutigkeit als System)

H.-P. Haack: Zweideutigkeit als System (zu Doktor Faustus)

"Als letzter großer Roman gedacht, ist in Doktor Faustus die Vielschichtigkeit der Bedeutungsebenen in bis dahin unerreichte Höhe getrieben. Vordergründig ein Künstlerroman, ordnet ihn Thomas Mann weiteren Romangattungen zu ist. In seinen Selbstkommentaren spricht er von einem "religiöse[n] Buch", [1] "einer Lebensbeichte", [2] einem "Epochen-Roman", [3], einem "Roman der Musik", [4] einem "Gesellschaftsroman", [5] einem "verkappten Nietzsche-Roman" [6] und dem Versuch, Musik mit Sprache wiederzugeben . [7] Seine "essayistischen Teile" [8] – eine weitere Bezugsebene - enthalten Begriffsbestimmungen zur Kunst.

Thomas Manns pointierte Formel "Zweideutigkeit als System" [9] wurde zu seiner bekanntesten Forderung an die Kunst. Adrian Leverkühn äußert sie, bezogen auf die Musik und am Beispiel der enharmonischen Verwechslung. Musik ist hier eine Chiffre für Kunst. [10]"

27 Juni 2022

Thomas Mann: Doktor Faustus - Aufklärung und Volk

 Zeitblom spricht statt von Aufklärung lieber als von Aufhellung (Enlightenment), als er sich dem Begriff "Volk" nähert.

"Hier ein ungescheutes Wort, das aus den Erfahrungen unserer Tage kommt. Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des 'Volkes' selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives,  und er weiß, dass man die Menge nur als 'Volk' anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen, im Namen des 'Volkes' nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können! - Tatsache nun aber ist, dass wirklich Volk immer Volk bleibt, wenigstens in einer bestimmten Schicht seines Wesens, eben der archaischen, und dass Leute und Nachbarn vom Kleinen Gelbgießer-Gang –, die am Wahltage einen sozialdemokratischen Stimmzettel abgaben, gleichzeitig imstande waren, in der Armut eines Mütterchens, das sich keine oberirdische Wohnung leisten konnte, etwas Dämonisches zu sehen und bei ihrer Annäherung nach ihren Kindern zu greifen, um sie vor dem bösen Blick der Hexe zu schützen." (S.42)

26 Juni 2022

Thomas Mann: Doktor Faustus - Ines

  " 'Serenus, schelten, verachten, verwerfen Sie mich?' 'Mitnichten, Ines', erwiderte ich. 'Bewahre Gott, ich habe es mir immer gesagt sein lassen jenes 'Die Rache ist mein, ich will vergelten'. Ich weiß, Er senkt die Strafe schon in das Vergehen hinein und tränkt es ganz mit ihr, so dass das eine nicht vom anderen zu unterscheiden ist und Glück und Strafe dasselbe sind. Sie müssen sehr leiden. Säße ich hier, wenn ich zum Sittenrichter gemacht wäre? Dass ich für Sie fürchte, das leugne ich nicht. Aber Ich hätte auch das für mich behalten ohne Ihre Frage, ob ich Sie schelte.'

'Was ist Leiden, was sind Furcht und demütigende Gefahr', sagte sie, 'im Vergleich mit dem einen, süßen, unentbehrlichen Triumph, ohne den man nicht leben wollte: das leichtfertige, Entgleitende, das Weltliche, die Seele mit uns fahrlässiger Nettigkeit Quälende, das aber dennoch wahren menschlichen Wert hat, an diesem seinem ernsten Werte festzuhalten, sein Stutzertum zum Ernst zu zwingen, das Lose zu besitzen und es endlich, endlich, nicht einmal nur, sondern zur Bestätigung und Versicherung nie oft genug, in dem Zustand zu sehen, der seinem Wert gebührt, im Zustand der Hingebung, der tief seufzenden Leidenschaft!'
Ich sage nicht, dass die Frau sich genau dieser Worte bediente, aber sehr annähernd so drückte sie sich aus. Sie war ja belesen und gewohnt, / ihr inneres Leben nicht stumm zu führen, sondern es zu artikulieren, und hatte sich als Mädchen sogar in der Dichtkunst versucht. Ihre Worte besaßen gebildete Präzision und etwas von der Kühnheit, die immer entsteht, wenn die Sprache Gefühl und Leben ernstlich zu erreichen und in sich aufgehen zu lassen, sie in sich erst wahrhaft leben zu lassen bestrebt ist. Dies ist kein alltäglicher Wunsch, sondern ein Erzeugnis des Affektes, und insofern sind Affekt und Geist verwandt, insofern aber auch ist der Geist ergreifend." (S.357/58)

"Ines Rodde, Helmut Institoris

Ines ist die Tochter der verwitweten Senatorin Rodde. Der fiktive Biograph Zeitblom beschreibt sie als nicht ohne weiblichen Reiz mit ihrem schweren Haar, mit ihren kleinen, Grübchen bildenden Händen und ihrer vornehm auf sich haltenden Jugend. Er deutet auch die Kehrseite ihres Wesens an, „in ihrer seelischen Gebrechlichkeit, mit ihrem verhängten Blick voll distinguierter Trauer, ihrem schräg vorgeschobenen Hälschen und ihrem zu schwacher und prekärer Schelmerei gespitzten Mund.“

Von „patrizischer Abkunft“, aber ohne Mitgift, heiratet sie den von Haus aus reichen Privatdozenten Dr. Helmut Institoris, der in seinen kunsttheoretischen Vorlesungen zur Renaissance für alles Starke und Rücksichtslose schwärmt, selbst aber keine Kraftnatur ist. Eher klein, leise und lispelnd sprechend, zart und nervös, ist er Stammgast in einem Sanatorium für reiche Leute in Meran.

Aus der lieblosen, nur als bürgerliche Fassade geführten Ehe gehen drei Kinder hervor, die Ines Institoris von ihren Kindermädchen aufziehen lässt. Schon vor der Heirat war sie von dem „knabenhaften Frauenliebling“ Rudi Schwerdtfeger fasziniert, den sie nun zu ihrem Geliebten macht. Sie führt fortan ein Doppelleben, aber diese Beziehung vermag bei aller Leidenschaftlichkeit nicht ihre Leere zu füllen, zumal Rudi ihre Liebe nur „aus Kavalierspflicht“ erwidert. Ines wird zur Morphinistin. Als Schwerdtfeger schließlich, eingefädelt von Leverkühn, eine andere heiraten und nach Paris ziehen will, erschießt Ines den treulosen Liebhaber, als dieser nach seinem erfolgreichen Münchener Abschiedskonzert mit der Straßenbahn nach Hause fährt, und besiegelt damit zugleich ihr eigenes bürgerliches Schicksal." (Wikipedia)

mehr zu Doktor Faustus in diesem Blog

Doktor Faustus (Wikipedia)

Die Entstehung des Doktor Faustus* (Wikipedia) 

*Mit einer gewissen Verwunderung entdecke ich, dass etwas über 60 Prozent des gegenwärtig vorliegenden Artikels zur 'Entstehung' von mir stammen, fast alles im November 2007 eingestellt. Das scheint mir ein guter Beleg dafür, eigene Texte zur freien Verfügung ins Internet zu stellen. Hätte ich den Text irgendwo in meinem Lektüretagebuch festgehalten, wäre ich jetzt vermutlich nicht auf ihn gestoßen. Außerdem hätte H.-P.Haack dort nicht seine Überlegungen zu Zweideutigkeit als System verlinken können. Ich benutze diese persönliche Anmerkung auf diese scharfsinnigen Beobachtungen hinzuweisen.



23 Juni 2022

Uwe Wittstock: Februar 33 : Der Winter der Literatur

 Uwe Wittstock: Februar 33 : Der Winter der Literatur München C.H.Beck 2021


Carl Zuckmayer (S.11-21) Ernst Udet (S.17-21)

Erich Maria Remarque (S.26-30)

Th. Mann und Hanns Johst* verstanden sich in der Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg noch recht gut, beide waren nationalistisch deutsch. (S.70-72)
"In den 1920er Jahren wurde Johst einer der bekanntesten deutschen Nachwuchs-Dramatiker, den die politisch Rechten für sich reklamierten. In dieser Zeit war er auch gut bekannt mit Thomas Mann, den er bewunderte. 1922 kündigte Johst diese Verbindung wegen Manns Bekenntnis zum demokratischen Staat aber auf.[2]" (Hanns Johst - Wikipedia) Ja, er schrieb sogar an Himmler, man könne "vielleicht Herrn Thomas Mann, München, für seinen Sohn ein wenig inhaftieren? Seine Produktion würde ja durch eine Herbstfrische in Dachau nicht leiden.“ (Hanns Johst)

10.2.33 Th. Mann: Leiden und Größe Richard Wagners (Vortrag auch auf Auslandstournee)
"Er nennt Wagner einen 'Sozialisten und Kulturutopisten' [...] lobt [...] seine 'europäische Artistik' und behauptet sogar, dass man Wagner inzwischen 'ganz sicher einen Kulturbolschewisten nennen würde.' " (S.91)

14.2.33 Vicki Baum Menschen im Hotel Uraufführung des Hollywood-Films in Berlin (S.105-109)
15.2.33 Max von Schillings lässt sich von Bernhard Rust drängen, Käthe Kollwitz und Heinrich Mann aus der Akademie zu drängen. (S.109-123) "Während seiner Amtszeit als Präsident der Preußischen Akademie der Künste begannen die erzwungenen Austritte und Ausschließungen bedeutender jüdischer und unangepasster Künstler (Käthe Kollwitz, Heinrich Mann, Ricarda Huch, Alfred Döblin, Thomas Mann, Max Liebermann, Alfons Paquet, Franz Werfel, Jakob Wassermann). Max von Schillings betrieb auch die Entlassung zweier bedeutender Kompositionslehrer: er drängte Arnold Schönberg zum Rücktritt von seinem – eigentlich auf Lebenszeit geltenden – Vertrag und er versetzte Franz Schreker zwangsweise in den Ruhestand." (Wikipedia)
Ricarda Huch tritt allerdings nicht gedrängt, sondern aus Empörung über den Schutz des Rechtes auf freie Meinungsäußerung zurück und verfasst dabei einen Brief, der schon vor Thomas Mann Wesentliches von dem formuliert, was dessen Brief an den Rektor der Bonner Universität so auszeichnet. 
16.2.: Brecht und Margarete Steffin (S.125-27), Else Lasker-Schüler (S.127/28)
17.2.: Oskar Maria Graf u. Mirjam Sachs ( (1890–1959), eine Cousine von Nelly Sachs). (S.129/32) - Görings Schie0ßerlass (S.132/33); Überfall auf Staatliche Kunstschuele (S.133/34); Carl von Ossietzky will bleiben, Hans Sahl berichtet später davon. (S135/36)
18.2.: Heinrich George tendiert von links nach rechts. Georg Kaisers Silbersee wird aufgrund von Protesten von Nazis u.a. nach drei Premieren abgesetzt. (Danach bis 1945 kein Stück von Kaiser mehr gespielt).  Die wesentlichen Mitwirkenden gehen ins Exil, Gustav Brecher begeht dort Selbstmord aus Angst vor den Deutschen. (S.137/40)
22. Februar: Göring ernennt 40.000 SA- und SS-Männer und 10.000 Angehörige des Stahlhelms zu Hilfspolizisten
H. Johsts Stück Schlageter wird ein riesiger Bühnenerfolg, Johst wird reich und später Chef der Reichsschrifttumskammer, Präsident des deutschen PEN-Zentrums und Gruppenführer der SS. (S.169-71)
24.2.: Therese Giehse (S.171/72)  
25.2.: Gabriele Tergit (S.174/5) Ferdinand Bruckner u. Gustav Hartung (S.175-179)
27.2.: Walter Mehring, Bert Brecht, Mascha Kaléko (S.180-191);  Benn schreibt an Egmont Seyerlen (Gottfried Benn/Egmont Seyerlen, Briefwechsel 1914–1956. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Gerhard Schuster. Stuttgart 1993)

28. Februar: Ossietzky entscheidet sich wieder gegen Flucht

Erich Mühsam hat am 27. Februar erstmals Geld für Fahrkarte nach Prag, wird um 5:00 Uhr morgens verhaftet, fast gleichzeitig mit Egon ErwinKisch und Carl von Ossietzky 47 Personen in Gemeinschaftszelle; Brecht und Weigel fahren nach Prag.

Verordnungen des Reichspräsidenten erstens zum Schutz von Volk und Staat und zweitens gegen Verrat am deutschen Volk (Abschaffung der Grundrechte und Erweiterung der Todesstrafe)

Hitler: "Ich brauche keine Bartholomäusnacht." Er hat die Verordnungen, die ihm staatliche Gewalt für die geplanten Verbrechen geben. Martin Buber empfiehlt Willi Münzenberg Flucht über das Saarland; aber 1940 wird Münzenberg aus der KPD ausgeschlossen und stirbt.

Döblin wird verfolgt, kann Verfolger abschütteln; Klaus Mann fährt nicht nach Berlin

130 Kommunisten verhaftet (S. 200-210)

1. März: Döblin meldet sich bei Ludwig Binswanger in Kreuzlingen an. Fritz Langhoff kommt nach Berlin, wird gewarnt flieht zu wechselnden Adressen (S. 211-16)

3. März: Barbara Brecht zweieinhalb Jahre wird von Irene Grand aus Deutschland nach Österreich gebracht. In Nohra bei Weimar "Am 3. März 1933 wurde im Gebäude der Heimatschulbewegung am Rande der Gemarkung Nohra das KZ Nohra als das erste Konzentrationslager in der Zeit des Nationalsozialismus eingerichtet. Heute erinnert nichts mehr an dieser Stelle an das KZ.[4] " (Wikipedia) (S. 216-18)

4. März: Gabriele Tergit  und Benno Reifenberg entkommen dank Verbindungen zur politischen Polizei (Nazis, aber für gesetzliche Regelungen) (Seite 218-221)

5. März: Wahltag Mirjam Sachs, Lebensgefährtin von Oskar Maria Graf, stimmt in München gegen Hitler, kommt nach Wien (S. 222-225)

6. März: Nelly Kröger kann von einem Fischer nach Dänemarkgeschmuggelt werden. (S. 225-30)

7. März: Eine Volksbuchhandlung in Dresden wird von der SA ausgeraubt, die erste Bücherverbrennung der Nazis (S. 230 - 235)

8. März: Harry Graf Kessler fährt ohne Fluchtgedanken nach Paris. Else Lasker-Schüler muss Lesung absagen (Seite 235-36)

10. März: Hermann Kesten, Thomas Mann. Ehemaliger Reichsinnenminister Wilhelm Sollmann von der SPD wird verprügelt, kommt in Schutzhaft, kann dann aber über das Saarland entkommen (Seite 237-44)

11. März: Erika und Klaus Mann sind in München (Seite 244-46)

13. März: Therese Giese erzählt noch einen hitlerfeindlichen Witz, wird denunziert und entkommt über Österreich in die Schweiz. Klaus Mann fährt nach Paris

Gottfried Benn* legt den Mitgliedern der Abteilung für Dichtkunst der Akademie der Künste eine Unterwerfungserklärung unter den NS-Staat vor, die wird von allen Anwesenden unterschrieben. [*Benn verfasste mit Max von Schillings  eine   Loyalitätsbekundung für Hitler, die den Mitgliedern eine nicht-nazistische politische Betätigung verbot: „Sind Sie bereit unter Anerkennung der veränderten geschichtlichen Lage weiter Ihre Person der Preußischen Akademie der Künste zur Verfügung zu stellen? Eine Bejahung dieser Frage schließt die öffentliche politische Betätigung gegen die Reichsregierung aus und verpflichtet Sie zu einer loyalen Mitarbeit an den satzungsgemäß der Akademie zufallenden nationalen kulturellen Aufgaben im Sinne der veränderten geschichtlichen Lage.“[8] Die Mitglieder mussten bei Drohung ihres Ausschlusses unterschreiben.] Lauter NS-treue Schriftsteller treten neu ein. ["darunter Werner Beumelburg, Hans Friedrich Blunck, Hans Carossa, Peter Dörfler, Paul Ernst, Friedrich Griese, Hans Grimm, Hanns Johst, Erwin Guido Kolbenheyer, Agnes Miegel, Börries Freiherr von Münchhausen, Wilhelm Schäfer, Emil Strauß und Will Vesper.[9][10]"(Wikipedia)] Benn ist entsetzt über den Niveauverlust (S. 247-55)

15. März: Manès Sperber (Seite 258-61); Verprügelungen durch SA,  Rudolf Diels berichtet nach dem zweiten Weltkrieg darüber (S. 263/64) (Gesamtkapitel: S. 256-64)

Lebensabrisse (Seite 265-72)

Nachwort (Seite 273-75)



22 Juni 2022

Psalmen Salomos

Die bittere Frucht des Makkabäerkriegs.

1

1 Ich schrie zum Herrn in meiner äußersten Drangsal,
zu Gott, als Sünder [mir] zusetzten[1].
2 Plötzlich drang mir Kriegsgeschrei in die Ohren;
’ich sprach‘: Er hört mich[2], weil ich voll Gerechtigkeit bin.
3 Ich bildete mir ein, ich sei voll Gerechtigkeit,
weil ich Glück hatte und reich an Kindern ward[3].

[131]

4 Ihr[4] Reichtum erfüllte alle Welt,
und ihr Ruhm [drang] bis ans Ende der Erde.
5 Sie stiegen hinauf bis zu den Sternen,
dachten, sie könnten nicht zu Falle kommen.
6 Sie wurden übermütig in ihrem Glück
und konnten es nicht ertragen.
7 Ihre Sünden [geschahen] im Verborgenen,
und ich wußte es nicht.
8 Ihre Greuel [gingen] über die Heiden vor ihnen[5];
sie haben das Heiligtum des Herrn schändlich entweiht.

  1. ↑ Die Drangsal ist die Not, in die die jüdische Gemeinde durch den Angriff der syrischen Könige auf ihre Religion gebracht wird. Die „Sünder“ sind somit die heidnischen (vgl. z. B. 2,1. 2, auch Gal. 2, 15) Syrer, und der Krieg von V. 2 ist nichts anderes als der makkabäische Aufstand. Das redende Subjekt ist die fromme Gemeinde, bezw. die pharisäische Partei im Namen der Gemeinde.
  2. ↑ ἐπακούσεται. Lies dafür mit M. Schmidt: εἶπα ἀκ. oder besser mit v. Gebhardt: εἶπα ἐπακ.
  3. ↑ Das V. 2b Gemeinte stellt sich nachträglich als bloße Einbildung heraus: dem Glücke des Siegs folgt die bitterste Enttäuschung der Frommen. Die Hasmonäer, das durch die makkabäische Erhebung emporgebrachte WS: Die auf der nächsten Seite fortgesetzte Anmerkung wurde hier vervollständigt Herrschergeschlecht, und ihr (sadduzäischer) Anhang sind zwar Juden und konnten deshalb die Frommen lange über ihr wahres Wesen täuschen (V. 7), aber in der That sind sie voll heidnischer Sitten und treiben es schlimmer als die Heiden selbst (V. 8). In Wahrheit sind sie somit eine Gefahr für die Gemeinde. Vgl. auch 8,1-6.
  4. ↑ Gemeint sind hier und im Folgenden die „Kinder“ Judas von V. 3 — natürlich nicht die Gesamtgemeinde, wohl aber eine starke und vielfach maßgebende Richtung in ihr.
  5. ↑ Dieses πρὸ αὐτῶν kann nur zeitlich gemeint sein, nicht = neben ihnen, um sie (ἐνώπιον). Es liefert damit den endgiltigen Beweis, daß der Ps. auf Herrscher oder Gewalthaber jüdischen Geschlechts geht, die es schlimmer treiben als die Heiden (Seleuciden), die früher die Gewalt innehatten.

Wikisource Psalm 1 in: Psalmen Salomos (Dort finden sich auch die Psalmen 2-18.)


vgl. auch:

Paul Rießler: Jüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel 

1. Psalm: Der Hasmonäer Frevel

1. Ich schrie zum Herrn in meiner höchsten Not,

zu Gott beim Angriffe der Sünder.

2. Es tönte Kriegsgeschrei mir in den Ohren; ich sprach: 
Er hört mich, weil ich von Gerechtigkeit erfüllt.
3. Ich bildete mir ein, ich wäre von Gerechtigkeit erfüllt, 
weil’s mir so gut gegangen, 
weil ich so reich an Kindern war.
4. Ihr Reichtum war in aller Welt bekannt;
bis zu der Erde Ende drang ihr Ruhm.
5. Bis zu den Sternen stiegen sie empor;
sie dachten, nie zu Fall zu kommen.
6. So wurden sie in ihrem Glück übermütig
und konnten's nicht ertragen.
7. Doch im Verborgenen geschah in ihrer Sünden;
ich wusste nichts davon.
8. Doch ihre Greuel gingen über die der Heidenwelt vor ihnen,
und sie entweihten grauenhaft das Heiligtum des Herrn.
(S.881)
[...]

Zu den Psalmen Salomons
Die 18 Lieder gaben ein treues Bild der religiösen Stimmung innerhalb des palästinensischen Judentums der letzten Zeit vor Christi Geburt. Sie stammen aus pharisäischen Kreisen 
(siehe 9,4 freie Wahl vgl. Jos. Ant. XIII 5,9 "Die Pharisäer behaupten, nicht alles sei des Geschickes Werk; bei einigem stehe es vielmehr bei uns, ob es geschehe oder nicht. Die Essener lehren, das Geschick leite alles.") Ihre Ursprache war hebräisch oder aramäisch (Kautzsch, Pseudepigr. II 1903 127 ff DLZ V 1902. R.H.Charles  Pseudepigr. II 1913, S.625ff).
[Psalm] 1 1 Ich = die jüdische Gemeinde. Sünder = die heidnischen Syrer unter Antiochus Epiphanes und den späteren Seleukidenkönigen
(S.1322)





Achtzehngebet

 1. Achtzehngebet


1 Lobspruch

Herr, öffne meine Lippen!
Mein Mund verkündige dein Lob!
Gepriesen seist du, Herr,
du unser Gott
und unsrer Väter Gott!
Gott Abrahams, Isaaks, Jakobs,
du großer, starker, schreckensvoller Gott,
du höchster Gott,
du Schöpfer Himmels und der Erden,
du unser Schild
und unsrer Väter Schild,
du unsere Zuflucht von Geschlechte zu Geschlecht!
Gepriesen seist du, Herr,
du Schild des Abraham!

2 Lobspruch

Du bist gar stark,
erniedrigest die Stolzen.
Du bist so kraftvoll,
hältst über Trotzige Gericht.
Du lebst in Ewigkeit,
erweckest Tote.
Du läßt die Winde wehen,
den Tau herniederrieseln.
Du sorgst für Lebende,
belebst die Sterbenden.
In einem Augenblick
läßt du uns Heil ersprießen.
Gepriesen seist du, Herr,
der du die Sterbenden belebst!

3 Lobspruch

Du bist so heilig,
und furchtbar ist dein Name,
Nicht gibt es außer dir sonst einen Gott
Gepriesen seist du, Herr;
du heiliger Gott!

[4 - 18] (Wikisource)


Zum Achtzehngebet

Das heute noch übliche Tagesgebet der achtzehn Lobsprüche entstand nach dem Jahr 70 n. Chr. Die Belebung der Toten (2) ist nach Ez 37, 1 ff die Wiedererweckung des scheinbar toten Israel nach der scheinbaren Vernichtung Israels durch die römische Weltmacht im Jahre 70. Das Gebet liegt in einer palästinensischen und einer längeren babylonischen Form vor (s. Berakot b. O. Holtzmann 1912) [Mischna I 1].

2 Die Toten sind das scheinbar tote Israel. [...]

(Wikisource)

19 Juni 2022

Katerina Poladjan: Zukunftsmusik

 Katarina Poladjan: Zukunftsmusik (7 Kurzrezensionen bei Perlentaucher)

Bewohner der Kommunalka: Warwara, Maria, Janka, Kroschka Frauen/Mädchen in 4 Generationen; weitere zunächst nichtssagende Namen, bis zwischen den Personen Beziehungen erkennbar werden. Der Funktionär Matwej, ist zu Maria hingezogen, als er eine Experiment mit tödlichen Folgen gemacht hat, sucht er das Gespräch mit ihr. In Angst, verfolgt zu werden, lässt er sich darauf ein,  Kroschka vom Kindergarten abzuholen (S.121)

"Was die Amerikaner vom Mond übrig gelassen hatten, hing tief am Nachmittagshimmel." (S.123) Matwejs Vorgeschichte (S.124-129)
Jankas Begegnung mit Pawel und Andrej (S.136-140)
Behutsam sind in den locker gedruckten 185 Seiten des Romans surrealistische Elemente eingestreut. Der Professor, von dem immer nur gesprochen wird, der aber nie auftritt, ist durch ein Loch in seinem Zimmer, das zum Himmel offen ist, verschwunden ("Ein Schleudersitz, der ganz leicht auf und ab schwang. Genau über dem Sitz klaffte oben in der Zimmerdecke ein Loch. Janka [...] sah hinauf zu dem Loch in der Decke. Zu ihrer Überraschung sah sie den Himmel." S.65) Janka reißt ihrem Kind im Kindergartenalter einen Arm aus ("Janka nahm Marwej das Kind ab, riss Kroschka dabei versehentlich einen Arm aus, legte den Arm auf die Kommode, drückte das Kind an sich, küsste es ab." (S.169) Darauf nimmt es die Oma mit sich "nahm Kroschka und den ausgerissenen Arm. Ist alles halb so schlimm, murmelte sie im Hinausgehen." (S.170) Das Kind zeigt bei allem keinerlei Reaktion. "Das müsste erst einmal halten, sagte [der Funktionär] Matwej [...], legte das Werkzeug beiseite und blickte Maria über seine Brille an. (S.171)
Am Schluss findet Janka in der überfüllten Gemeinschaftswohnung eine Tür, die sie noch nie gesehen hat: "Dahinter tat sich eine Landschaft auf: Die Sonne stand tief über den Wassern des schwarzen Flusses [...] ungewöhnlich kleine Kirschbäume blühten in voller Pracht unter einem wolkenlosen Himmel.
Lange stand Janka einfach da und schaute, war glücklich [...] und verbeugte sich tief." (S.185)
Die einzige Sexszene des Romans spielt zwischen der Urgroßmutter Warwara, die nicht Warenka genannt werden will, und Ippolit, der sonst keine Rolle spielt; die lebensgefährlichen Experimente, die Matwej an Freiwilligen im Auftrag des Staates durchführt, der Student, der dabei umkommt; das Fest, bei dem Janka singen will, Pawel und Andrej, die Gitarre, die Karisen, ...

18 Juni 2022

Heinrich Böll

 Da dieser Literaturblog erst 2007 begonnen wurde, kann es nicht verwundern, dass seine Werke hier nur als wieder gelesene auftauchen, bezeichnenderweise nur das Irische Tagebuch mit einem eigenen Artikel.

Unter Lieblingsbücher habe ich erwähnt, dass ich selbstverständlich Brecht und Böll gelesen habe, dass aber keins ihrer Werke zu meinen Lieblingsbüchern zählt.

Böll als Figur auf dem Kölner Rathausturm

Besonders geschätzt habe ich:

 Irisches Tagebuch (1957)

Erzählungen aus Doktor Murkes gesammeltes Schweigen (1958)

 Billard um halbzehn (1959)

Die Ansichten eines Clowns (1963) habe ich auf Anregung hin gelesen, aber - ohne sie abzulehnen, nie besonders geschätzt. In Erinnerung habe ich besonders den Kohlgeruch ("Kohl dämpft die Sinnlichkeit"), den der Erzähler durch die Telefonleitung hindurch riechen konnte. 

Mit Einfühlung gelesen habe ich (ganz anders als den "Clown")  das Gruppenbild mit Dame  (1971). Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1974) war für mich ein wichtiges Literaturerlebnis, auch wenn ich mich mit dem Stil nicht besonders anfreunden konnte. Ich habe sie gern im Unterricht besprochen.  1990 habe ich ein Aufsatzthema dazu gestellt, doch meine Computer-Notizen dazu finde ich trotz des ungebräuchlichen Stichworts "Mörderbraut" nicht mehr. 

Menschlich ein großes Vorbild, nicht zuletzt durch seine Aufnahme von Solschenizyn und seine Teilnahme an den Sitzblockaden in Mutlangen wurde er mir als Lektüre unwichtig, auch wenn ich einige Erzählungen aus Interesse 'nachangeschafft' habe. Literaturnobelpreisträger wurde er vermutlich wie Hermann Hesse  wohl mehr wegen der Breitenwirkung seines Werks und seiner Person als aufgrund der Anerkennung seines literarischen Ranges. Dass er als Statue auf dem Kölner Rathausturm ein Denkmal erhalten hat, erfuhr ich erst heute aus dem Wikipediaartikel (Bild sieh oben!). (Welche deutschen Schriftsteller, die nach 1945 hervorgetreten sind, wurden schon durch ein Denkmal geehrt?)

Werkliste mit Links zu Wikipedia:

Postum erschienen:

  • Der General stand auf einem Hügel. Erzählung. In: Neue Rundschau, 102. Jg. (1991), Heft 2.
  • Der Engel schwieg. Roman. Mit einem Nachwort von Werner Bellmann. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1992.
  • Der blasse Hund. Elf Erzählungen. Mit einem Nachwort von Heinrich Vormweg. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1995.
  • Kreuz ohne Liebe. Roman. In: H. B. Werke. Kölner Ausgabe, Band 2. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2002.
  • Am Rande der Kirche. Roman. In: H. B. Werke. Kölner Ausgabe, Band 1. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004.[64]
  • Man möchte manchmal wimmern wie ein Kind. Die Kriegstagebücher 1943–1945. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017