25 Oktober 2026

Jörg Zink: Jesus. Funke aus dem Feuer

 Erste Vorarbeiten zu einem Artikel

Jörg Zink schildert seinen Weg zu seinem persönliche Verständnis von Jesus und betont dabei, dass niemand wissen könne, wer Jesus war. Über die Jahre hin habe er [Zink] von ihm entwickelt. Dazu gehört die Vorstellung, dass Jesus nicht nur einmal in der Wüste versucht war, sondern dass er alle anderen Wege, die zu seiner Zeit als sinnvolle Wege erschienen, Versuchungen seien, einen falschen Weg einzuschlagen, und dass er immer wieder von neuem versuchen musste, den ihm von Gott gewiesenen zu finden.

Dass die Versuchung nicht eine einmalige war, schließt Zink aus der Formulierung bei Lukas 4, 14: "Da verließ ihn der Teufel am Ende und hielt sich von ihm fern bis zu gelegener Zeit."

Dann geht Zink ausführlicher auf die Versuchung ein, die in Vers 9-11 angedeutet wird: nämlich, dass Jesus sich von der mühseligen und letztlich vergeblichen Bekehrungsarbeit (vgl. dreimalige Verleugnung durch Petrus) durch einen Sprung vom Tempel hätte befreien können (S.56/57). Zink sieht darin die größte Versuchung. Wie gesagt, eine, die Jesus immer wieder bedrängt haben dürfte.

Obwohl eine KI ausdrücklich zum Bezug auf das hier besprochene Buch aufgefordert wurde, bietet sie eine ganz andere Deutung an: "Der Sprung von der Tempelzinne (Versuchung der religiösen Selbstdarstellung): Interpretation: Gott durch ein spektakuläres Zeichen herauszufordern und zu zwingen, sich zu beweisen („Gott auf die Probe stellen“).Zinks Blick: "Glaube bedeutet nicht, spektakuläre Beweise oder magischen Schutz einzufordern. Es geht um ein stilles, tiefes Grundvertrauen in Gott – ohne Effekthascherei." (KI Gemini)

Das ist eine ganz übliche Interpretation ohne den bei Zink angedeuteten Sinn.



Zitate:

"Als er [Jesus] zum ersten Mal in der Öffentlichkeit erschien, sprach einer, der ihn sah von Feuer. Johannes, der Prophet, der am Jordan stand und die Menschen taufte, deutete auf ihn hin, als er ausrief. 'Ich taufe mit Wasser. Er aber wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen.' Lukas 3., 16. Und dieses Bild vom Feuer zog sich durch seine Lebensgeschichte und seine Wirkung wie ein roter Faden. Ich bin gekommen, ein Feuer auf der Erde zu werfen. Und was könnte ich heißer wünschen als den Brand? Lukas 12. 45. [...]

Wer von einem Gedanken aus Feuer getroffen ist, kann nicht sagen: 'Ich lasse mir Zeit.' Er kann nicht sagen: 'Wenn ich älter bin oder dies und jenes erreicht habe, will ich dem na kommen. Ihn trifft die Woche des Augenblicks. Der alles bezwingende Blitzschlag der Berufung. [...]"


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