25 Mai 2026

Thomas Mann: Joseph und seine Brüder - Joseph in Ägypten

 Anke-Marie Lohmeier

Lexikon zu Thomas Manns »Joseph und seine Brüder« (1933-1943)

Namen, Schauplätze, Sachen

Nach der Geburt von Joseph ist Rahel ein zweites Mal schwanger geworden, hat aber kaum Kraft zu pressen. Dagegen wird über das Kind gesagt: "Rege war es, das einzig wichtige Ding.
Aufs entschiedenste erachtete es seine Stunde für gekommen, strebte heraus ans Licht und wollte abwerfen die Mutterhülle. Es gebar sich gleichsam selbst, ungeduldig den schmalen Schoß bestürmend, kaum unterstützt, trotz herzlicher Willensbereitschaft von der, die es selig empfangen und mit ihrem Leben herangenährt hatte, aber es nicht hervorzubringen wusste.
[...]  Als es Nacht geworden [...] sagte sie, aus einer Ohnmacht erwachend' Rahel wird sterben.' Alle schrien auf [...]" (S.285)
Jaakob erkennt, dass Rahel mit Mami sowohl sich als Ischtar meint:









Im Alten Testament heißt es im 1. Buch Mose (Genesis), Kapitel 35, Vers 16–20: 

16Und sie brachen auf von Bethel. Und als es noch eine Strecke Weges war bis Efrata, da gebar Rahel. Und es kam sie hart an über der Geburt. 17Da ihr aber die Geburt so schwer wurde, sprach die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch diesmal wirst du einen Sohn haben. 18Als ihr aber das Leben entwich und sie sterben musste, nannte sie ihn Ben-Oni, aber sein Vater nannte ihn Ben-Jamin. 19So starb Rahel und wurde begraben an dem Wege nach Efrata, das nun Bethlehem heißt. 

Diese 5 Verse nehmen in Th. Manns Darstellung etwa vier Seiten ein, von denen hier nur zwei Seiten und 6 1/2 Zeilenhier wiedergegeben sind. Dagegen heißt es über die Verse 22-26 bei Mann nur: "Da sündigte Ruben mit Bilha der Kebse, und ward verflucht." Vom Fluch ist in der Bibel nicht die Rede. Da heißt es nur "Und das Kam vor Israel." Danach werden die 12 Söhne Jaakobs genannt.

 Abraham Laban Jaakob  Rahel Teraphim Joseph Benjamin  Ruben  Bilha









Huij und Tuij

S.642-643: Die alten Eltern des Höflings Peteprê, ein Ehepaar von Geschwistern wie auch bei den Pharaonen nicht unüblich, glauben sich unbeachtet und unterhalten sich in leichtem Streit über ihr Schicksal, wie es ihnen nach ägyptischer Vorstellung bevorsteht.

Die Frau Tuij versichert ihrem Mann, der nicht immer geschickt zu reden versteht (Demenz ist eine allzu technische Beschreibung), dass sie ihm beim Totengericht beistehen wird und dafür sich schnell vergiften wird, damit sie gemeinsam vor dem Richter stehen.

Für den Erfolg Peteprês ist sein Hausmeier Mont-kaw verantwortlich.

Joseph Hebron Himmelstraum Potiphars Weib                                            Namensregister



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